Biographie





Biographie

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1. Allgemeines

Joey DeMaio
Joey DeMaio

Vier Jungs, die aussehen, als wären sie aus einem Fantasy-Film entsprungen, bilden die umstrittenste Combo des Metals schlechthin. Mit ihrer theatralischen Symbolik hauen sie auf die Kacke, dass es nur so spritzt. Manowar leben in einer Welt des wahren Heldentums, wo Männer noch Männer sind und Frauen noch dicke Titten haben.

Ross the Boss
Ross the Boss

Ein Blick auf ihre Cover sagt schon einiges aus: Hammer, Schwert, Amboss demonstrieren Stärke und die Booklets zeigen genau das wovon sie auch singen. Freunde von diversen Fantasy-Filmen ala Conan finden hier genau was sie suchen. Und was das Cover verspricht, hält auch der Inhalt der Scheibe.

Doch gegen den Vermutungen so mancher Neider sind hier keine Dilettanten am Werk, die ihr fehlendes Talent hinter großkotzigem Brimborium verstecken müssen. Ganz im Gegenteil, Joey DeMaio ist am Viersaiter ein unbestrittener Könner und fudelt sich schon mal den Hummelflug von Rimski-Korsakoff, wenn ihm zu langweilig ist. Sänger Eric Adams hat das nötige Metal-Pfeffer in der Stimme, sowie eine klassische Gesangsausbildung hinter sich und im Verbund treten sie jedem Poser ("Whimps And Posers, Leave The Hall!") gehörig in den Arsch.

Kurzum: Der geneigte Hörer findet hier erstklassigen Heavy Metal garniert mit einem Schuss epischen Inhalten und Heldenepos. Das ist wohl mit ein Grund warum die Band vergöttert und gehasst wird. Dazwischen findet sich kaum jemand.

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2. Die Anfänge

Zusammen finden die vier Ur-Mitglieder, weil sich Bassist Joey und Gitarrist Ross "The Boss" Funicello bei einem Konzert von Black Sabbath treffen. Der eine ist Sabbaths Bass-Roadie und der andere spielt beim französischen Support-Act Shakin Street Gitarre. Sie teilen die Liebe zu fetten Gitarren und beschließen kurzerhand, ihre Vorlieben in die eigene Band einfließen zu lassen. Joey hat zuvor schon mit Ronnie James Dio zusammen bei Elf gearbeitet. Kaum zurück in den Staaten, suchen sich die beiden mit Ex-The Kids Sänger Eric Adams und Drummer Kirk Kennedy die restlichen zwei Leute und legen los.

Das erste Line-up von Manowar war damit komplett:

Manowar
Joey DeMaio, Eric Adams, Scott Columbus und Ross The Boss

"Battle Hymns" von 1982 ist dann auch ein pures Metal Album ("Death To False Metal"), das direkter nicht sein könnte. Den Takt gibt aber schon nicht mehr Kirk an, sondern Donnie Hamzik. Hervorstechend sind hier vor allem das Titelstück und "Dark Avenger", bei dem im Mittelteil kurz Orson Welles zu hören ist. Eine kurze Tour durch den Südosten der USA im Vorprogramm von Ted Nugent ist die Folge und schnell entwickelt sich ein Kult um die Band mit ihrem männlichen Image. Das bewahrt sie aber nicht davor, von EMI schnell wieder in die Wüste geschickt zu werden.

Battle Hymns
Das Debüt-Album "Battle Hymns"

Ähnlich ergeht es Donnie und so tritt Scott Columbus auf den Plan, der seinen Einstand bei den ersten beiden Konzerten in ihrer Heimatstadt New York gibt, die von Virgin Steele eröffnet werden. Als "Into Glory Ride" das Licht der Welt erblickt, wechseln sie zu Megaforce Records und unterzeichnen den neuem Vertrag mit ihrem eigenen Blut! Ein Symbol für die Opferbereitschaft der Band die zu dieser Zeit laut Joey sogar für die Musik im Allgemeinen und den Metal im Speziellen hungern mussten.

Auch auf "Into Glory Ride" taucht ein Spoken Word Beitrag von Orson Welles auf, der aber noch aus der Zeit vom Debüt stammt und einfach noch nicht veröffentlicht wurde. Um den britischen Markt zu knacken, nennen die vier Krieger kurzerhand ihre dritte Scheibe einfach "Hail To England". Das Album nehmen sie innerhalb von einer Woche für schlappe 20.000 Dollar auf und setzen danach alle Segel Richtung alte Welt, um dort mit Mercyful Fate durch die Gegend zu ziehen.

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3. Durchbruch und Label-Schwierigkeiten

Hail to England
Hail to England

Während sie in den Staaten meist nur gelinde belächelt werden, steigen die Europäer auf den Heldenpathos und die epischen Texte voll ein. "Sign Of The Hammer" wird an allen Ecken und Enden abgefeiert. Der Song "All Men Play On Ten" sagt schon alles und Manowar erreichen während den Touren mit Motörhead tatsächlich den Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde, als lauteste Band der Welt.

Nachdem es '96 zunächst ein wenig ruhig um die Band ist, da sie leider wieder mal ohne Label dastehen, unterschreiben sie letztendlich bei Atlantic Records und melden sich im folgenden Jahr mit "Fighting The World" zurück. Tatsächlich melden sich auch unter den beinharten Fans die erste Kritiker, denn das Album scheint auf den ersten Blick recht durchwachsen. Dafür ist "Kings Of Metal" wieder wie aus einem Guss und die Ballade "Heart Of Steel" erscheint nachträglich sogar mit deutschem Text, als Zeichen der Anerkennung für die deutschen Fans, die der Band immer große Erfolge beschert haben.

Kings of Metal
Kings Of Metal

"Kings Of Metal" ist das letzte Album mit Ross The Boss, dessen Platz Dave "The Death Dealer" Shankle einnimmt. Auch Scott scheidet Ende der 80er aus dem Team aus,weil sein Sohn schwer krank wurde und präsentiert mit Kenny "Rhino" Earl aber höchstselbst seinen Nachfolger. Dieser zerlegt seine Drums auf dem '92er Werk "The Triumph Of Steel", das in Deutschland direkt auf Platz 8 (!) in die Charts einsteigt. Mit Skyclad zusammen touren sie im Herbst durch Europa und beglücken die Damenwelt, wo immer sie sich blicken lassen.

Im Sommer '94 hat Dave aber schon wieder genug vom Hammerschwingen und gründet lieber seine Dave Shankle Group. Die sechs Saiten darf seitdem Karl Logan quälen, der seinen Einstand dem "Louder Than Hell" Album gibt, das wiederum auf Platz 7 in den Charts steht. auch Scott ist wieder mit von der Partie und legt erneut alles in Schutt und Asche. Im Anschluss an das Album geben sich Manowar dem Live Wahnsinn hin und veröffentlichen zunächst '98 "Hell On Wheels" und ein Jahr später "Hell On Stage". Sie entdecken das Medium DVD für sich und veröffentlichen 2001 zunächst "Hell On Earth Part I" und ein Jahr später "Fire And Blood", den zweiten Teil der Serie.

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Im selben Jahr melden sie sich mit dem nächsten Studioalbum zurück. Inzwischen bei Nuclear Blast unter Vertrag, erscheint "Warriors Of The World" und knackt erneut die Charts, dieses Mal auf Platz 2. Die Liaison mit Nuclear Blast ist aber nur kurz und "Hell On Earth Part III" erscheint schon bei SPV.

4. Manowar Heute

Nach einer US Tour mit Rhapsody 2005 folgt auch schon der nächste Schlag mit "Hell On Earth Part IV", welcher erneut den enormen Erfolg der Band in Europa und vor allem Deutschland dokumentiert. Auf dem Earth Shaker Festival 2005 in Geiselwind wollen sie eigentlich mit Schauspiel-Legende Christopher Lee (Dracula, Herr der Ringe, Star Wars) auftreten, der sagte aber leider über Videoleinwand ab.

Manowar beim Unterschreiben des Vertrags
Manowar beim Unterschreiben des Vertrags

Dafür treten aber sämtliche Ex-Mitglieder mit der Band (drei Drumkits auf der Bühne) auf und auch ein klassisches Orchester sitzt nebenan, und begleitet die Band bei einigen Stücken. Der Höhepunkt des Konzerts bietet sich der begeisterten Menge, als alle 3 Drummer und alle 3 Gitarristen der Vergangenheit und der Gegenwart gemeinsam mit den Urgesteinen Eric und Joey "Battle Hymns" zum Besten geben.

Der krönende Abschluss des Auftritts folgte mit "Crown and the Ring" vom Band mit einem gigantischen Feuerwerk. Diese Gigantomanie werden wir wohl demnächst auf "Hell On Earth Part V" bewundern dürfen. Der Rest des Jahres 2005 steht unter dem Zeichen eines neuen Albums.

Anfang Oktober erschien dann die von Fans heiss ersehnte Sons Of Odin EP, mit Live-Versionen von Ascension und King Of Kings, zwei neuen Songs (Sons Of Odin und Gods Of War), sowie im Immortal-Package auch eine kleine DVD mit einem Trailer zur Earthshaker DVD, einem Mittschnitt der Probe von Heart Of Steel mit Orchester und einem kurzen Bericht über die Fanconvention im Rahmen des Earthshaker-Festivals. Bereits diese 2 Songs lassen viel vom Album erwarten. Epische Songs gepaart mit einer Prise Orchester.

Anfang 2006 bricht sich Gitarrist Karl Logan unglücklicher Weise ausgerechnet beim Motorradfahren den Arm und muss das Einspielen der Leadgitarren-Parts verschieben. Die bereits angekündigten Dates im April fielen demenstprechend auch ins Wasser. Der Ersatztermin wurde wieder verschoben so dass die Tour gut ein Jahr später nachgeholt wurde. Als Entschädigung gab es die Tickets für das erste Magic Circle Festival (Juli 2007) zum Spottpreis.

Obwohl es das erste Festival war welches Manowar selbst organisiert hat kam es sehr gut an. Später erschien dann das neue Album "Gods Of War" mit dem Manowar einerseits thematisch zurück zu den alten Wurzeln zurückkehren (es dreht sich alles um Odin bzw. Wikinger-Thematik), aber auf der anderen Seite auch neue Wege in musikalischer Hinsicht bestreiten. Es wurde viel auf Orchester und Chor gesetzt. Dieses neue Konzept stiess nicht bei allen Fans auf Zustimmung aber für viele ist es das beste Manowar-Album bisher.

Das zweite Magic Circle Festival im Juli 2008 hatte einige organisatorische Schwächen und die kurzfristigen Absagen von Whitesnake und Def Leppard stiessen auch auf Kritik. Das Spielen der kompletten ersten 6 Alben (Crown and the Ring mit Chor) liess aber die meisten darüber hinwegsehen. Angekündigt wurde von Joey ausserdem dass auf dem nächsten MCF mehr Tage für Autogrammstunden verwendet werden sollen, sowie dass das neue (noch unbenannte) Album komplett gespielt werden soll. Dieses Album soll weiters ein Begleitbuch enthalten dass in Zusammenarbeit mit Wolfgang Hohlbein entstehen soll, sowie einen Film und ein Videospiel.

Das dritte Magic Circle Festival stand unter keinem guten Stern. Die Location in Bad Arolsen stand wegen dortigen Bauarbeiten nicht mehr zur Verfügung und ein Ersatz wurde erst sehr spät gefunden. Eine offzielle Ankündigung gab es erst im März (4 Monate vor dem Termin). Dieses Mal war die Lorelei am Rhein der Ort des Spektakels. Auch die Promotion konnte leider erst sehr spät gestartet werden. Doch trotz dieser widrigen Umstände zog es viele Manowarrior zum Festival. Es gab entgegen der letzjährigen Ankündigung nur einen Tag Autogrammstunde und auch das Album war noch nicht fertiggestellt und konnte somit nicht komplett live gespielt werden. Allerdings gab es zu diesem Zeitpunkt schon die EP "Thunder In The Sky" mit etlichen Songs die zum ersten Mal live gespielt wurde. Da die Umstände an der Lorelei für Manowar nicht optimal waren kündigte Joey an nicht mehr zu diesem "Shithole" zurückzukehren. Für nächstes Jahr wird es vermutlich mehrere MCFs geben, zumindest wurde für Rumänien und für Frankreich eines angekündigt. Das neue Album wird vermutlich bis zum Ende des Jahres fertig sein.

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Quelle: www.laut.de