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Bild Informationen
Bandname: Blind Guardian
Titel: Imaginations From The Other Side
Musikstil: Heavy Metal
Label:Virgin
Homepage:http://www.blind-guardian.com
Review-Autor:son-of-odin
Punkte: 10 / 10

Hörvergnügen pur!

Die blinden Gardienen haben es in sich! Dieses Album kann ich nur jedem schwer ans Herz legen der auf erstklassigen Speedmetal steht. Es ist neben „Tales From The Twilight World“ und „Somewhere Far Beyond“ in meinen Augen das beste Werk der Bielefelder Truppe. Im September wird ein neues Album erscheinen „A Twist In Myth“, wobei ich aber leider sagen muss das BG einiges von ihrem früheren Musikstil verloren haben (Beispiel die Single „Fly“).

Nun zum Review:

„Imaginations From The Other Side“, so heißt auch der erste Song der Scheibe. Und der ist direkt ein Highlight. Ein leises rauschen, das immer mehr an Lautstärke zunimmt leitet den Song ein. Dann ertönt ein Trommeln und das Lied geht erst richtig los. Aggressives Gitarrenspiel und perfektes Drumming machen den Song schon zu Anfang zu einem echten Renner. Jetzt wird das schnelle Tempo kurz unterbrochen und Hansi Kürsch beginnt zu singen. Seine raue Stimme passt hier pefekt und beim Hörer kommt schon jetzt Freude auf. Das Tempo wird nun wieder gesteigert und Kürsch schwankt nun gesanglich zwischen einer einfühlsamen, milden Stimme und seinem gewohnt rauen Gesang, was aber zusammen wunderbar harmoniert. Der Refrain wird von Backing-Vocals begleitet und zwei bis drei Mal wiederholt. Nun setzt ein kurzes, aber schön gespieltes Solo ein. Textlich ist das Lied sehr Fantasy orientiert, wie viele andre BG Songs auch. Um ein Beispiel zu nennen: „Where´s the oceans dauther? Was Peter Pan in Mordor?“ oder „Did Merlin exist or Frodo wore the ring, did Corum kill the gods or where´s the wonderland?” Auf jeden Fall ist dieses Lied ein wichtiger Anspieltipp.

Weiter geht es mit „I´m Alive“, dem härtesten und schnellsten Song der Platte. Das Tempo ist gleich zu Beginn des Liedes auf höchstem Level. Es wird nur einmal für wenige Sekunden unterbrochen und bleibt dann gleichbleibend schnell. Der Gesang ist hier aggressiver als gewohnt und das ganze Lied knallt ordentlich. Der Refrain ist kurz aber eingängig. „I´m alive my friend ... I can see the shadow zone”. Schönes Riffing und donnernde Drumms machen das Lied zu einem absoluten Powertrack, der trotz seiner eintönigen Melodie einiges zu bieten hat.

Nun wird man zurück ins Mittelalter versetzt und feiert zusammen mit den Rittern der Tafel Runde. „A Past & Future Secret“ heißt diese einigartige Ballade. Eine Akustikgitarre leitet dieses Lied ein und Hansi´s Stimme erinnert hier an hochgradigen Bardengesang. Einfach nur Mittelalter pur! Der Rhythmus des Liedes bleibt zunächst gleich, doch später wird es für kurze Zeit schneller und auch der Gesang rauer. Zum Ende hin geht das Lied aber wieder in seinen ursprünglichen Rhythmus und Tempo über und die Gitarre klingt langsam aus. Für mich die beste Ballade von BG.

Der nächste Song hat den Titel „The Script For My Requiem“. Für mich ein typischer Guardiansong. Der Gesang auch hier wieder teils aggressiv und teils ruhig. Im Background ist hier immer wieder ein Chor zu hören, ganz besonders in den Textstellen Kürsch:“ I came from nowhere – Chor:„ Without a task, without a name“ Kürsch: „Dont feel my evil – Chor:“ Fate, so god please lead me through“. Kein schlechter Song, aber für mich auch nicht gerade ein Highlight der Scheibe.

Nun kommt „Mordred´s Song“, der auch schon wie bei „A Past & Future Secret“ mit einer Akustikgitarre eingeleitet wird. Der Gesang ist hier eher ruhiger und wechselt, bis auf einige wenige Male, auch nicht das Tempo.
Schöne Melodien und fettes Riffing sind aber auch vertreten und der Refrain könnte schöner nicht sein. Der Rhythmus ist eingängig und ein geiles Solo setzt dem Song noch die Krone auf. Vielleicht nicht unbedingt Jedermanns Sache, aber mir gefällt der Song sehr gut.

„Born In A Mourning Hall“ fängt mit tobenden krachenden Drumms und tobenden Gitarren an und direkt zu Anfang gibt es hier ein kleines aber feines Gitarrensolo. Das Lied ist nicht unbedingt eines der schnellsten, dafür aber eines der heavysten (finde ich =). Hansi´s Stimme kommt hier gigantisch bei mir an und das ganze Lied bringt einen richtig in Stimmung. Der Refrain wird hier komplett von einem Chor übernommen, der immer wieder „Born In A Mourning Hall“ wiederholt. Auch hier knattert wieder ein Solo durch die Lautsprecher und der Refrain wird vom Chor erneut wiederholt.

Auch ein Highlight ist das Lied das jetzt kommt! „Bright Eyes“ heißt es und beginnt mit leisen Riffs, die dann in ein merkwürdigen, sich immer wiederholenden Gesang übergehen. Hansi beginnt erst nach einiger Zeit zu singen und nach einigen Strophen hört man den sich immer wiederholenden Gesang erneut im Hintergrund. Der Song ist heavy und sehr melodisch aufgebaut und ein Ohrwurm ist hier mit Sicherheit keine Seltenheit. Ein Gitarrensolo gesellt sich nach einiger Zeit auch mit dazu – aber was für eins! Länger als jedes vorherige Solo dieses Album, triumphiert es über dem Song. Der Refrain ist mehr als geil „Bright Eyes blinded by fear of life – betrayed by sunrise!“, diesen Song sollte man schon mal gehört haben. Super!

Es geht auf diesem Level weiter, denn bei „Another Holy War“ wird schon zu Beginn getrommelt wie verrückt. Melodie, Rhythmus und Gesang verbinden sich hier zu einem einigartigen Song. Der Refrain lässt keinen Zweifel mehr offen ... das ist Metal! Geniale Riffs schießen durch das Lied wie Blitze über den Himmel. Das Lied wird an vielen Stellen von Backingvocals begleitet, die aber nicht störend sind sondern hier genau passend. Ein Solo gibt es auch hier wieder und auch dieses mal kann es voll überzeugen.

Nur wenn ich den nächsten Titel schon nenne wird hier klar, dass wir zum Schluss eines genialen Albums kommen – „And The Story Ends“. Die Trommeln werden hier wie bei einem Marsch geschlagen und eine Gitarre ertönt leise im Hintergrund. Der Refrain beginnt direkt zu Anfang und regt zum Mitsingen an. Ein Midtemposong auf allerhöchstem Niveau. Auch hier handelt der Text, was sich leicht raushören lässt, von Fantasythemen. Was soll man da noch sagen „At the end of times – And the Story Ends!“

Ich finde das Album sehr gelungen und es gibt hier wirklich keinen Song den man als schlecht oder minderwertig bezeichnen könnte, sondern durchweg nur gute oder geniale Songs … ich vergebe hier 10/10 Punkten!

Tracklist:

1. Imaginations From The Other Side
2. I´m Alive
3. A Past & Future Secret
4. The Script For My Requiem
5. Mordred´s Song
6. Born In A Mouring Hall
7. Bright Eyes
8. Another Holy War
9. And The Story Ends