Alben





Bild Informationen
Bandname: Amon Amarth
Titel: Fate Of Norns
Musikstil: Viking Metal
Label:Metal Blade Records
Homepage:http://www.amonamarth.com
Review-Autor:son-of-odin
Punkte: 9 / 10

Ein Meilenstein der Wikinger!

Amon Amarth, wer kennt sie nicht? Die Vikingmetaller, Johan Hegg und co. haben sich mit ihrem fünften Studioalbum „Fate Of Norns“ wieder einmal selbst übertroffen. Obwohl es bis lang ihr kürzestes Werk ist, kann es ohne Mühen mit den vorher produzierten Alben mithalten. Es gibt nur eine Scheibe aus dem Hause Amon Amarth, die aus meiner Sicht „Fate Of Norns“ übertrumpft und das ist „Versus The World“. Ich bin eigentlich nicht so der große Deathmetal Freund, aber dieses Album hat es in sich, denn es ist neben seiner Aggressivität auch sehr melodisch. Was ich jedoch zu bemängeln habe, ist das Hegg´s Growls sich an manchen stellen eher nach Gegrunze anhören. Aber wenn man darüber hinweg sieht, ist das Album wirklich gelungen kann , wenn auch nicht zu hundert Prozent, überzeugen.

... und nun zum Review:

„An Ancient Sign Of Coming Storm“ heißt der erste Song, der mich von der Spielart immer an „Death In Fire“ vom „Vs. The World“-Album erinnert. Zu Anfang der Liedes ertönen einzelne Drumms begleitet von den beiden schwedischen Gitarristen Olavi Mikkonen und Johan Söderberg, die gekonnt ihr brutales Riffing zum Einsatz bringen. Durch das gezielte Doublebase Drumming und die immerwiederkehrenden Riffs, wird hier schon zu Beginn eine düstere Stimmung aufgebaut, die sich durch die ganze Scheibe zieht. Ein brutaler Schrei ist das erste was dann kommt und der Trommler Frederik Andersson fängt an wie wild auf sein Schlagzeug einzudreschen. An dieser Stelle erinnert das Growling leider eher an ein wildes gegrunze, aber der Song kann trozdem durch seine Melodien und sein geniales Riffing überzeugen.

Es geht weiter mit „Where Death Seems To Dwell“. Der Text handelt, wie eigentlich alle Texte von Amon Amarth von der nordischen Mythologie, um genau zu sein wird hier ein Mann von den Göttern ins eisige Niflheim entsannt (Niflheim ist in der germanischen Mythologie eine eisige und von Nebel umwallte Welt im Norden und steht im Gegensatz zu Muspelheim im Süden). Es wird beschrieben wie er allein seinen Weg geht und fürchterliche Schmerzen überwinden muss. Ein immer lauter werdendes eisiges Windgeheule leitet diesen Song ein. Auch hier ist die düstere Stimmung wieder zu spüren und leise Riffs begleitet von ruhigem Trommeln leuten den Beginn des Liedes an. Auch Hegg´s Stimme ist hier zunächst viel ruhiger und gleicht fast einer Erzählstimme, ist aber gleichzeitig immer noch tief und düster. Nach circa einer Minute gewinnt das Lied dann schlagartig an Tempo und beim Refrain wird einem kalt ums Herz =). Gelungener Song!

Nun kommt das erste richtige Highlight der Scheibe und trägt den gleichnamigen Albumtitel „The Fate Of Norns“ (nur das „The“ fehlt im Albumtitel). Für Deathmetal ungewöhnliche Riffs ertönen zu Anfang des Liedes, aber nicht das sich das nicht gut anhören würde, der Rhythmus ist einfach ein Hammer. Die Melodie macht Spaß und der Refrain ist göttlich „The fate of norns await us all, there´s no way to escape, the day to answer odin call or walk through hel´s gate”. Textlich geht es hier um einen Vater, dessen sechs Jahre altes Kind verstirbt und er es, niedergeschlagen und mit höchster Trauer zu Grabe trägt. Desswegen auch der Titel „The Fate Of Norns“ (das Schicksal der Nordmänner). Ein wirkliches Highlight und ein wichtiger Anspieltipp.

Wer jetzt denkt, dass nach einem solchen Highlight nun ein schwächeres Lied folgt, der hat sich geirrt, denn es geht auch selben Niveau weiter. Der nächste Song heißt „The Pursuit Of Vikings“ und ist das wohl bekannteste Lied der Scheibe. Hierzu gibt es auch ein Musikvideo, dass vor ca. zwei Jahren auf MTV und Viva lief. Hier gibt es zu Beginn auch wieder eine sehr ungewöhnlichen Rhythmus für Deathmetal, aber auch er ist wieder genau passend. Abwechselnd fetzen hier Riffs und Drumms in einer schönen Melodie durch die Boxen und ein Ohrwurm wäre hier auch nichts neues. Nachdem ein paar Strophen gesungen werden folgt der Refrain und der ist gigantisch „Oden! Guide our ships, our axes, spears and swords, guide us through storms that whip and in brutal war!” Der Inhalt des Textes handelt davon, dass die Wikinger ihre Heimat verlassen und alles zurücklassen müssen, da sie von Reichen Leuten vertrieben warden und gezwungen sind auf die offene See zu segeln um dort ihrem Schicksal ins Auge zu sehen.

Weiter geht es mit „Valkyries Ride“, dass man als schnellstes Lied des Albums bezeichnen könnte. Hier geht es direkt mit Highspeed los und ein donnernder Trommelwirbel bläst einem hier den Staub aus den Boxen. Zu diesem Song sei aber auch gesagt, dass er erst nach mehrmaligem Hören zu wirken beginnt. So war es jedenfalls bei mir, denn ich brauchte auch mehrere Versuche bis das Lied bei mir richtig ankam. Im Mittelpart sind dann nur noch die Doublebaseattacken von Frederik Andersson zu hören und Johan Hegg´s Stimme wird hier noch dunkeler und düsterer als zuvor. Der Refrain kann mich nicht so ganz vom Hocken hauen und ist eher unkreativ „See the valkyries ride“, das wird zweimal wiederholt und das wars. Hier geht mir aber leider auch wieder dieses Grunzen auf die Nerven. Der Song ist nicht für Jedermann!

„The Beheading Of A King“ heißt das nächste Stück. Hier gibt es keinen Refrain wie bei den Liedern zuvor aber das perfekte Zusammenspiel aller Instrumente und die geniale Melodie machen das zum größten Teil auch wieder gut. Der Song handelt, soweit ich es erschließen kann, von Erik dem Roten, dem Gründer der ersten Wikingerkolonien (im Text wird nur von Erik gesprochen), der mit seinen Männern in eine Schlacht gegen die Dänen zieht und es wird die Kampftaktik genauer erklärt mit der er vorgeht. Es wird gesagt, dass tausend Bodenkrieger und fünfhundert Reiter in die Schlacht gegen Erik ziehen. Der Song hält die ganze Zeit über die selbe Melodie und die gut in Szene gesetzte Stimme Hegg´s passt hier wieder wunderbar ins Gesamtbild des Liedes. Kein Highlight aber auch kein schlechter Song.

Das nächste Lied trägt den Titel „Arson“. Hier geht es wieder um eine Schlacht in der ein Überraschungsangriff auf die Wikinger geplant wird. Es wird aus der Position den Wikinger berichtet. Erzählt wird wie beim Sonnenaufgang siebzig bewaffnete Männer die nordischen Siedlungen überfallen und sich die Nordmänner nur schwer verteidigen können. Ein Horn ertönt zu Beginn des Liedes, dass den Wikingern als Zeichen zur sofortigen Verteidigung dienen soll. Das Lied beginnt recht ruhig und wird mit der Zeit zu einem Midtempotrack. Die Riffs sind sehr lang gezogen und melodisch. Guter Song!

Jetzt kommen wir leider schon zum achten und letzten Lied des Albums. „Once Sealed In Blood“. Dafür ist dieser Song wieder ein echtes Highlight und brettert auch schon von Beginn an los als gäbe es kein Morgen. Der Text handelt davon, dass die vertriebenen Wikinger nach fünf Jahren wieder in seine alte Heimat zurückkehrt und dort alles niedermetzeln. Im Refrain wird von einem Schwur gesprochen den die Wikinger sich damals gegeben hatten und in Blut besiegelten. (Erinnert mich irgendwie an Manowar =) Auch hier wieder sehr starke Riffs und ein sehr geiler Refrain. Anspieltipp!

Insgesamt gefällt mir dieses Album wirklich sehr gut, aber da ich trotzdem ein paar Sachen zu bemängeln habe wie zum Beispiel an manchen Stellen grunzartigen Gesang, mehrere mittelmäßige bis gute Lieder und fehlende Gitarrensoli kann ich für „Fate Of Norns“ keine 10 Punkte vergeben.

Meine Punkte: 9/10


Tracklist:

1. An Ancient Sign Of Coming Storm
2. Where Death Seems To Dwell
3. The Fate Of Norns
4. The Pursuit Of Vikings
5. Valkyries Ride
6. The Beheading Of A King
7. Arson
8. Once Sealed In Blood