Alben





Bild Informationen
Bandname: Hypocrisy
Titel: The Arrival
Musikstil: Melodic Death
Label:Nuclear Blast
Homepage:http://www.hypocrisy.tv
Review-Autor:son-of-odin
Punkte: 8 / 10

Ein Meisterstück des Melodic Death

Ich muss zugeben, dass ich Hypocrisy noch nicht so lange kenne, obwohl ich den Namen auch früher schon öfter gehört hatte und auch 1- 2 Songs auf Promotion CD´s von mir befinden. Seit dem ich mir das „The Arrival“- Album gekauft habe dudeln Songs wie „Eraser“ oder „Slave To The Parasites“ sehr oft durch meinen Player.

„The Arrival“ ist das 9 Studioalbum von Hypocrisy und wurde mir als bestes Album, wärmstens empfohlen. Und es stimmt! Was die Schweden hier liefern ist ein echtes Brett und kann mit einigen Amon Amarth Alben gut mithalten. Beim ersten Anblick des Covers musste ich aber schon ein wenig grinsen, denn 3 Marsmenschen vor einem Raumschiff sind für eine Death Metal Band doch eher ungewöhnlich.

Kommen wir zum Review ...

Der erste Song heißt „Born Dead Buried Alive“ und beginnt mit merkwürdigen Keyboard- Sounds. Dann beginnen die Drumms langsam und schleppend einzusetzen. Ein schöner Midtemposong erwartet den Hörer ... falsch gedacht! Nach einiger Zeit schwingt der Song in pure Gewalt um! Deathmetal typische Riffs gepaart mit dreckigen Growls übernehmen an dieser Stelle. Dann kommen wieder die Keyboards von Beginn dazu und der Song klingt langsam aus.

Schon der zweite Song ist ein wirkliches Highlight und trägt den Namen „Eraser“. Der Song beginnt langsam und es wird wie im vielen Songs eine düstere Stimmung aufgebaut, die einem eine Gänsehaut verpasst. Dieser Song bleibt die ganze Zeit im mittlerem Tempo und kann mit schönen Keyboard Melodien und Riffs überzeugen. Textlich wird hier das erscheinen von Aliens auf der Erde behandelt, die wie man unschwer bemerkt nicht mit friedlichen Absichten auf dem Blauen Planeten kommen. Wer auf melodischen Deathmetal steht sollte diesen Song mal gehört haben.

„Stillborn“ heißt das nächste Lied, das mit rhythmischen Drumms und gut abgestimmten Riffs beginnt. Die verzerrten Stimmen die hier zu beginn zu hören sind stehlen dem Song ein wenig die Atmosphäre aber das kann man gerne verzeihen, denn ein eingängiger Refrain und tolle Melodien lassen nicht lange auf sich warten. Leider trotzdem kein Lied das es mit „Eraser“ aufnehmen kann.

Dafür gibt es jetzt wieder einen ganz besondern Leckerbissen, der schon von Beginn an richtig Spaß macht. „Slave To the Parasites“ kommt auf Niveau von „Eraser“! Man kann die Spielfreude der beiden Gitarristen Andreas Holma und Peter Tägtgren, der gleichzeitig auch Sänger der Truppe ist, sehr gut raushören, denn solch einen Song kann man nur in Topform abliefern. Das Riffing ist sehr hart und kann und die Vocals kommen düster wie noch nie zuvor. Der Refrain ist einfach nur klasse und klingt doomig und sehr schleppend. „Slave to the parasites, I cant get away, they won´t let me be, here they come again, there is nowhere to hide!” Man kann hier von einem perfekten Zusammenspiel aller Instrumente sprechen und hier wird sicher niemand enttäuscht. Anspieltipp!

Jetzt wird thrashig. Thrashig? Ich dachte wir es handelt sich hier um eine Deathmetalband. Trotzdem kann man bei „New World“ ganz klar Elemente des Thrash Metal heraushören, die schwer an Exodus erinnern. Mir persönlich hat dieser Song zu wenig Melodie aber dafür mal wieder einen super Refrain. „The new world is here to wipe out our lives, the new world we can´t survive, the new world left god and everything and everyone, the new world does not include us!”

“The Abyss” ist dagegen mal wieder ein wirklich starker Song, in dem wieder eine düstere Stimmung aufgebaut wird und mit schönen Riffs schon zum Anfang begonnen wird. Wieder ein mittelschneller Song dem es nicht an Melodie fehlt und was hier vor allem auffällt ist, dass hier zum ersten mal ein Gitarrensolo verwendet wird, dass zwar kurz ist aber es dennoch schafft den Hörer zu fesseln.

Bei „Dead Sky Dawning“ geht es wieder etwas schneller zu Sache aber diesmal ohne unnötige Thrash- elemente und dafür mit einem genialen Refrain und melodischen Riffs die den ganzen Song ausschmücken. „I see the dead sky dawning, a lethal encounter of the first degree, I see the dead sky dawning, no mercy for you no mercy for me!” Im Mittelteil des Songs gibt es dann noch einen ruhigen Part in dem eine einen verzerrte Stimme den Refrain wiederholt. Eine weitere Überraschung ist, dass auch hier Soli zu finden sind die schwer an Rhapsody erinnern.

„The Depature“, heißt der nächste Song. Interessant ist hier, dass die Geschwindigkeit im diesem Lied öfter wechselt und von sehr schnell bis ruhig und melodisch, jedes Tempo vertreten ist. Der Song zündet aber erst nach öfteren Hören und man sollte sich hier vielleicht ein wenig Zeit nehmen um die Komplexität des Song zu verstehen und sich richtig reinzuhören. Wenn er zündet, dann aber richtig!

Kommen wir nun zum letzten Song der Scheibe, der mit rhythmischen Drumms und knallharten Riffs beginnt und den Staub aus den Boxen bläst. Das Schlagzeug scheint hier im Mittelpunkt zu stehen und die Melodien und Riffs sind sehr auf Bombast ausgelegt. Außerdem übernimmt ein andere Stimme hier die Backingvocals und es gibt viele derbe Growls zu entdecken. Kein Meisterstück, aber trotzdem gut.

Fazit:

Wer sich nicht vor Keyboards scheut und auf Melodie steht, der kommt hier auf seine kosten und wird es nicht bereuen sich „The Arrival“ zu besorgen. Besonders Amon Amarth Fans der neueren Alben wie „Vs. The World“ oder „Fate Of Norns“ sollten an diesem Album ihre Freude haben.

Tracklist:

1. Born Dead, Buried Alive
2. Eraser
3. Stillborn
4. Slave To the Parasites
5. New World
6. The Abyss
7. Dead Sky Dawning
8. The Depature
9. War Within