Alben





Bild Informationen
Bandname: Majesty
Titel: Keep It True
Musikstil: True Metal
Label:Eigenproduktion
Homepage:http://www.truemetal.org/majesty
Review-Autor:Thulsadoom
Punkte: 10 / 10

Ein Review zum Erstlingswerk der True-Metal-Kombo sollte nicht fehlen. Denn meiner Meinung nach handelt es sich bei dem Debüt um das beste Album der "deutschen Antwort auf Manowar". Das soll natürlich nicht heissen dass die anderen schlecht sind. Die Alben werden von mal zu mal besser, aber auf der Keep It True passte irgendwie alles zusammen. Klar rein technisch betrachtet ist es natürlich nicht mit den späteren Outputs zu vergleichen. Aber ehrlich gesagt find ich einen von Tarek gesummten Chor ansprechender als eine computerverzerrte Stimme im Hintergrund.

Bei dieser Scheibe ist der Name Programm. Keep it true! Hier findet man keine einfallslosen Nummern. Allesamt epische Hymnen die zum Mitgröhlen einladen.

Auch das Cover gehört in seiner Einfachheit zu den besten die ich kenne. Der Krieger, nur mit der Gitarre bewaffnet, inmitten einer Fantasylandschaft. Großes Lob an den Künstler.

Aber nun zu den einzelnen Tracks.

Keep It True: Der erste Song ist auch gleichzeitig der Titelsong des Albums. Er beginnt mit Donnergrollen im Hintergrund und bald darauf spielt auch schon die Gitarre und man hört den ersten "KEEP IT TRUE" Chor. Tareks Stimme klingt sehr agressiv. Inhaltlich geht es natürlich darum der Musik und sich selbst treu zu bleiben und nicht für niedere Ziele zu verraten. Beim Refrain kann man nicht anders als mitzusingen. Die Gitarrenriffs klingen sehr melodisch und das Solo tönt auch nicht schlecht aus den Boxen. Gelungener Track. Kann man nichts bemängeln.

Strong As Steel: Ein langezogener Scream von Tarek leitet den Song ein und schnelle, harte Riffs führen ihn fort. Tareks Stimme klingt hier wie eigentlich auf allen Songs alles andere als perfekt. Aber auch hier kann man nicht verleugnen dass er eine Stimme hat an die man sich erinnert, und die Gesangstechnik konnte er in den späteren Outputs ja verbessern. Der Refrain ist ein Mischmasch aus Deutsch und Englisch "Strong as steel" gefolgt von der Übersetzung "Stark wie Stahl". Nach etwa der Hälfte verliert der Song abrupt an Kraft. Es folgt eine gefühlvoll gesungenes "Unser Geheimnis bleibt bestehen... tausend Feinde werden untergehen" von Tarek. Der Refrain wird noch einmal wiederholt, es folgt ein Gitarrensolo und nach einem kraftvollen "We're strong as steel!!!" bricht ein Mörder-Riff los. Einfach nur geil. Schnell, kraftvoll.

Hail To Majesty: Die Selbstbeweihräucherungshymne der Band. Inhaltlich halt nur wie true sie nicht sind und Hail Hail Hail To Majesty! Solider Song mit schlichten aber trotzdem geilen Gitarrenriffs. Kommt live sicher bestimmt noch besser. Raise your swords in the air for Majesty! Im letzten Drittel des Songs kommt dann noch einmal ein Solo (welches Tarek sogar extra ankündigt) und die Hail To Majesty Chöre mischen sich dazu.

Son Of Metal: Einer meiner absoluten Majesty-Favourites überhaupt. Vermutlich weil ich damit Erinnerungen verbinde wo ich komplett betrunken durch die Stadt irrte und nur "I AM A METAL SON" gröhlte. Wieder einmal eine geile Hymne die zum Mitsingen auffordert. Nach 1 Minute und 40 Sekunden lässt Rolf Munkes ein extrem geiles Gitarrenriff los und Tarek brüllt den Refrain voller Inbrunst. Danach wird das ganze noch einmal ruhiger vorgetragen. Nach einem Scream von Tarek geht es dann noch einmal normal weiter.Perfekte Mischung aus leisen und lauten Stellen. Absolute Klasse!

Into The Night: Der Song beginnt sehr episch mit Keyboard-Tönen (zumindest glaube ich das man solche Töne mit dem Keyboard erzeugen kann). Auch hier liegt eine Hymne vor die auf dem bewährten Prinzip melodischer Refrains mit mehrstimmiger Begleitung basiert. Das "wooooohooo wooohooooo" klingt besser als jeder künstliche Effekt eines Computers hier klingen würde. Das ist Musik für den Ritt in die Schlacht.

Metal Force: Tarek beginnt mit dem Refrain den er sehr tief singt. Hört sich etwas arg gekünstelt an, aber es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Den Rest des Songs versucht Tarek sich an stimmlicher Variation und großteils gelingt ihm das auch. Inhaltlich gehts um nichts besonders. Das übliche "Ich bin Metal".

We Will Ride: Wunderschöne Ballade, die mir auch besser gefällt als des ebenso gelungene Aria Of Bravery. Wunderschöne Melodie und Tarek singt voller Emotion. Eignet sich perfekt als "Kopf hoch" und Durchhaltemusik. Auch das gefühlvolle Solo bildet eine perfekte Einheit zu Tareks ruhigem Gesang. Kann ich nur weiterempfehlen. Let your skeptics fly apart...

Last Revolution: Das Album wird mit einem wahren Killer beendet. Energisches Gehämmere auf den Drums leitet das Meisterwerk ein. Dieser Song bietet mehr musikalische Abwechslung als die restlichen. Sehr melodischer Refrain dem sich auch wieder einige "Hail Hail Hail"-Rufe hinzumischen. Die Riffs passen sich perfekt Tareks Gesang an.
Nach etwa der Hälfte bekommt man ein waschechtes Klavier zu hören und Tarek singt den Refrain nun langsamer. Sehr bewegend. Beim letzten "The last revolution is made of steel" haucht er das Steel richtig gehend ins Mikro. Zum Heulen schön ;-). Dann wandelt sich der Song auch schon mit Glockengeläut im Hintergrund zu einer wahren Mitgröhl-Macht. Die Gitarre schreddert dahin dass es nur so eine Freude ist. Es folgen längere Passagen wo das Lied von Tarek nur durch "woooooohoooooo"-Gesänge vorangetrieben wird. Hört sich aber verdammt geil an, und ich konnte bisher jedes Mal nicht anders als einfach mitzusingen. Einfach göttlicher Song.

Fazit: Majesty wird ja von vielen als die deutsche Antwort auf Manowar gehandelt. Vor allem bei diesem Werk kann ich das gut verstehen. Sicher, Tarek ist bei weitem kein Eric Adams, aber man merkt eine ähnliche Spielfreude und Stärke wie auch bei den ersten Alben von Manowar.

Wer es noch nicht kennt: unbedingt zulegen! Selbst wenn man andere Alben kennt, denn Majesty klingt für mich auf keinem Album gleich. Es zieht sich zwar ein roter Faden durch die Alben, aber es ist immer Fortschritt zu erkennen.