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Bild Informationen
Bandname: Hammerfall
Titel: Crimson Thunder
Musikstil: True Metal
Label:Nuclear Blast
Homepage:http://www.hammerfall.net
Review-Autor:son-of-odin
Punkte: 9 / 10

Schnellzünder erster Klasse!

Das erste was auffällt wenn man sich Hammerfalls „Crimson Thunder“ anhört ist, dass so gut wie jeder Song der Scheibe einen sofortigen Weg ins Ohr findet und sich dort fest zusetzten weiß. Joacim Cans und seine Jünger haben hier mal wieder allen Kritikern gezeigt wie guter Powermetal klingen muss und das einiges an Potential in ihnen steckt. Auch die Vorgänger bewegten sich auf einem solch hohen Level. Enttäuschend ist nur der direkte Nachfolger „Chapter V: Unbent Unbowed, Unbroken“, dem es an Abwechlung mangelte. Es bleibt zu hoffen, dass „Threshold“, das sechste, bald erscheinende Werk der Schweden wieder ein Erfolg wird. Ein Tour, die die Jungs durch ihr Heimatland, sowie Dänemark, Norwegen, Niederlande, Belgien, Deutschland und noch viele andere Länder führen wird, steht auch schon auf dem Programm!

Zum Review ...

Riders Of the Storm:
Schon zu Beginn ballern Cans und co. hier einen klasse Song, der einen genialen Einstieg ins Album bietet und vor Power nur so trieft. „Riders Of The Storm“ beginnt mit harten Riffs und krachenden Drums. Der Song entwickelt sich zu einem saftigen Midtempo- Stück, dass zum Mitsingen anregt. Nach knapp einer halben Minute beginnt Joacim zu singen und es könnte nicht schöner sein! Diese verdammt hohe Stimme hat auch einen hohen Wiedererkennungswert, das steht fest! Dann folgt der Refrain und auch er könnte kraftvoller kaum kommen. Ein Chor, gröhlt die Worte „Riders Of The Storm!“ und Cans ergänzt noch „One with the wind, defenders of creation!” Dann findet der Song wieder zu seinem alten Rhythmus zurück und erneut ertönt der Refrain. Ein schönes Gitarrensolo beginnt, dass zu überzeugen weiß und nicht zu kurz kommt. Ein letzter Ruf und herunterfahrende Gitarren lassen den Song langsam ausklingen. Für Powermetaller führt an diesem Song kein Weg vorbei ...

Hearts On Fire:
… Und genauso ist es auch beim zweiten Song! „Hearts On Fire“ beginnt mit der selben Überzeugungskraft wie der Vorgänger. Das Riffing zu Beginn lässt eine Gänsehaut nicht aus. Das Tempo erinnert stark an den Vorgänger und auch hier kommt im Refrain wieder ein Chor zum Einsatz. „Hearts on fire, hearts on fire, burning, burning with disire!“ Alle Musiker scheinen hier in ihrem Element zu sein. Ein gewaltiges Solo von Oscar Dronjak rundet den Song ab. Einfach Wahnsinn wozu die Schweden im Stande sind! Im Mittelpart wird Joacims Stimme nur noch vom Schlagzeug begleitet, während sich der Chor ab und zu dazwischen mischt und das Tempo langsam wieder angehoben wird. Dann ertönt noch ein letzter Schrei und das Lied endet. Auch hier wieder kann man wieder von einem perfekten Song sprechen. Daumen hoch!

On The Edge Of Honour:
Mit “On The Edge Of Honour” folgt jetzt ein knallharter Uptempo- Song, der an “Heeding The Call” anknüpfen könnte! Das Riffing bleibt auch hier wieder auf hohem Level und die Trommeln werden schonmal weich gehauen. Der Refrain ist wieder kraftvoll und ein geniales Solo in der Mitte des Liedes, gibt dem Hörer den Rest. Dann ertönt ein „Ohhhh, Ohhhh“ das vom Chor begleitet wird und die schöne Melodie des Songs unterstützt. Obwohl oft mit Chören gearbeitet wird, wirken sie nicht nervig, wie zum Beispiel auf Blind Guardians „A Night At The Opera“, sondern flössen dem jeweiligen Song mehr Power ein. Wenn sich eine Band Powermetal nennen darf, dann ist es Hammerfall!

Crimson Thunder:
Der nächste Song trägt den Titelnamen „Crimson Thunder“ und beginnt sehr heavy. Hier gibt es wieder einen schönen Midtempo- Kracher mit atemberaubendem Refrain und einem schleppenden Rhythmus, sowie absolutem Mitsingfaktor. „Follow the signs of the crimson thunder, we will by your side, let our voices be there to guide you!” Auffallend ist, dass das Schlagzeug in diesem und vielen anderen Songs sehr heraussticht und besonders laut rüberkommt. Ein kurzes Gitarrensolo darf natürlich auch nicht fehlen. Dann gibt es wieder ein recht ruhiges Zwischenstück im Song, bei dem der im Wechsel der Refrain von Joacim und vom Chor wiederholt wird. Dann gewinnt das Lied wieder an Geschwindigkeit und harte Gitarrenriffs sind ein letztes mal zu hören. Mehr als hörenswert ist dieser Song auf jeden Fall!

Lore Of The Arcane:
Dieses Lied ist ein Intro, dass den nächsten Song „Trailblazers“ einleitet. Ca. eine Minute lang wird dem Hörer hier ein „Ohhh, Ohhh!“ des Chors vorgedudelt, das ganze ein bisschen abgerundet durch klassische Klänge im Hintergrund aber insgesamt nichts besonders Bewegenes. Dieses Intro hätte man sich auch sparen können.

Trailblazers:
Tobende Riffs und klirrende Drums leiten „Trailblazers“ ein. Der Song siedelt sich in Sachen Tempo zwischen Up- und Midtempo an. Der Refrain ist nicht ganz so kraftvoll wie bei den ersten Liedern der Scheibe, kann aber trotzdem auf eine Art überzeugen. „From the lake of fire, they have come, fierce almighty legions, one by one, when the flames of glory touch the sky, Trailblazers do or die!” Der Rhythmus erinnert hier teilweise ein wenig an ein Gallopieren wie bei Iced Earth oder anderen NWOBH- Bands. Ein Gewaltiges Riffgewitter gefolgt von einem triumphierenden Gitarrensolo haut einen hier aus den Socken. Zum Ende wird dann noch einmal richtig aufs Gaspedal getreten. Sehr guter Song!

Dreams Come True:
Hier wird dem Hörer eine nette Ballade geboten, die auch wirklich schnell ins Ohr findet, aber nicht an „Remeber Yesterday“ herankommt. Eine Akustikgitarre leitet das Lied ein und Cans legt seine schönste Stimmlage auf. Textlich behandelt die Ballade eine neugewonnene Liebe, was im Refrain ganz deutlich herauskommt: „Kiss me once and I will surly melt and die, kiss me twice and I will never leave your side -Dreams come true!“ Hörenswert!

Angel Of Mercy:
Der Song beginnt mit einer ruhigen Gitarre und einer sehr hohen Stimmlage von Joacim. Dann wird das Tempo angehoben aber bleibt ganz klar im mittleren Tempo und nimmt balladenähnliche Züge an. Nur das Solo, dass der eigentliche Höhepunkt des Songs ist, macht klar, dass es keine zweite Ballade ist. Trotzdem wird hier wieder viel wert auf die Drums gelegt, die wieder mal herausstechen. Der Refrain harmoniert aber perfekt mit der schönen Melodie des Liedes. Kein Highlight aber in jedem Fall interessant.

The Unforgiving Blade:
Die zahlreichen Riffs zu Beginn erinnern stark an HardRock oder Heavy Metal alter Zeiten und auch das Lied bleibt bei mittlerer Geschwindigkeit. Mich erinnert das Song ein wenig an Lordi, nur das hier schönere Soli gibt, die bei Lordi nicht so geil ausfallen =) Der Refrain wird mal wieder von einem Chor unterstützt, der die Power des Songs um einiges anhebt. „And now your world´s falling down, For all the games that you played, and as your soul´s falling down, you meet the unforgiving blade!” Zum Schluss legt Drummer Andreas Johannson noch mal einen drauf und böllert sich die Seele aus dem Leib!

In Memoriam:
Dieses Stück beginnt sehr melodisch mit schönen Riffs und bringt eine sehr schöne Stimmung mit sich. Auch wenn es sich nur um ein Instrumental handelt kann es wirklich sehr überzeugen! Wie ein Fanden ziehen hier Soli durch ganze Lied die jedem Liebhaber eine Gänsehaut hinterlassen sollten. Es ist noch nie vorgekommen, dass ich ein Instrumental mit andren Songs auf hohem Level gleichsetzen konnte – hier ist es das erste mal! Ganz großes Lob an die Schweden!

Hero´s Return:
Wieder wird es ruhiger und schöne Melodien lassen den Hörer ins träumen fallen – aber nicht lange, denn das Lied wandelt sich plötzlich zu einem Up- Tempokracher, der mit eingängigen Soli schon zu Anfang überzeugen kann. Erst hier beim schreiben des Reviews fällt mir wieder auf wie geil dieser Song eigentlich ist! Auch der Refrain macht hier großen Spaß und es kann hier nur die Rede von einem weiteren Highlight sein. Chor und Cans, sind wieder mal eine tolle Mischung und der Refrain kommt wie immer ... „For a hero´s return, our hearts still yearn, Rise and conquer, let the infidels burn” Unbedingt mal reinhören!

Rising Force (Bonus Track):
Zum Schluss gibt es noch einen Bonustrack, der mit merkwürdigen Keyboardsounds beginnt und dann in ein Gewitter aus Drumms und Riffs untergeht. Erinnert werde ich hier auch schon wieder – diesmal ein wenig an Helloween. Der Rhythmus wechselt öfter aber im großen und ganzen bleibt der Song im Uptempo- Bereich und kann durch werdammt schnelle Soli und tolle Melodien überzeugen. Wow, für einen Bonustrack eine echt gute Nummer!

Fazit:
Hammerfall legen mit „Crimson Thunder“ ein Album vor, dass durch seine häufigen Chöre und harten Drumms vor Power nur so trieft. Alle Lieder sind sehr ausgewogen und können überzeugen. Kreativität und Abwechslung findet man in diesem Album in Vielzahl, denn harte Uptemposongs, klassische Midtempo- Nummern und auch ruhige Balladen sind hier vorhanden, die allesamt überzeugen. Mein Punkte fallen dem entsprechend hoch aus ...

Das Album grenzt wirklich knapp an 10 Punkten. Den letzten Punkt konnte ich leider wegen der überflüssigen Nummer „Lore Of The Arcane“ nicht geben. Trotzdem ist das ein überragendes Ergebnis, dass Schwedens True- Power – Metaller durchaus Stolz machen sollte =)

Tracklist:

1. Riders Of the Storm
2. Hearts On Fire
3. On The Edge Of Honour
4. Crimson Thunder
5. Lore Of The Arcane
6. Trailblazers
7. Dreams Come True
8. Angel Of Mercy
9. The Unforgiving Blade
10. In Memoriam
11. Hero´s Return
12. Rising Force (Bonustrack)