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Bild Informationen
Bandname: Helloween
Titel: Keeper Of The Seven Keys Part I
Musikstil: Power Metal
Label:Noise
Homepage:http://www.helloween.org
Review-Autor:son-of-odin
Punkte: 9 / 10

Wie wir sie kennen und lieben!

Da hier schon ein Review zu zweiten Teil des Keepers geschrieben wurde, habe ich mir gedacht, dass auch der erste Teil her muss und mich gleich an die Arbeit gemacht.

1987 verließ der ehemalige Sänger Kai Hansen Helloween, worauf Michael Kiske seinen Platz einnahm. In diesem Jahr entstand „Keeper Of The Seven Keys Part I“, ein Meilenstein genauso wie das ein Jahr darauf erscheinende „Keeper Of The Seven Keys Part II“. Der Grundstein des Powermetals war gelegt und „Keeper Of The Seven Keys Part I“ schlug ein wie eine Bombe, was den Erfolg der fünf Hamburger Kürbisköpfe erheblich steigerte. Dieser Meilenstein, dessen Sound viele Bands versuchten nachzuahmen, ist auch heute nicht mehr weg zu denken. Helloween hat auch meine musikalische Einstellung sehr geprägt und war die erste Band die ich live erleben durfte (leider nicht mehr in alter Besetzung). Klassiker wie „Future World“, „A Tale That Wasn´t Right” oder “Halloween”, sollten jedem Metaller geläufig sein.

Zum Review ...

Initation:
Die Scheibe beginnt mit dem doomigen Intro „Initation“, welches zu Anfang schon klar macht, dass es sich hier um ein Meilenstein der Metalgeschichte handelt. Ein pompöses Geräusch, dass immer lauter wird, harte Drumms, die dem Intro Power geben und eine marschartige Melodie gehen dann direkt über in den ersten richtigen Song der Scheibe.

I´m Alive:
Das Tempo bewegt sich bei “I´m Alive“ zwischen Mid- und Uptempo. Michael Kiskes Stimme macht hier von der ersten Zeile an Laune und teils eigenartige aber gute Riffs geben dem Lied seinen unverwechselbaren Schliff. Der Refrain ist zwar simpel gehalten, dafür aber sehr eingängig. In der Mitte des Songs warten dann auch schon die ersten Soli, die hier erstaunlich häufig und in langer, melodischer Form vorhanden sind. Ein toller Song der auch bei häufigem Hören Spaß macht.

A Little Time:
Schwere Riffs leiten diesen Stampfer ein. Der Rhythmus geht schnell in Bein und Glied. Noch schöner ist da nur noch der Refrain „A little time to build up our lives, a little time to make up our minds, a little time to fill up our dreams, a little time!” Die hohe Stimmlage Michael Kiskes setzt noch einen oben drauf und passt hundertprozentig zu den Song. Dann, ca. in der Mitte des Liedes wird es stiller, nur einzelne Seiten werden gezupft. Ein lautes klingeln, vermutlich das eines Weckers ertönt und das Lied findet zu seiner ursprünglichen Melodie zurück. Der Refrain wird noch ein letztes mal wiederholt und dann klingt das Lied langsam aus.

Twilight Of The Gods:
Soli preschen direkt zu Beginn dieses Uptempo- Krachers los und eine dunkele Stimme spricht die Worte: „Insania 20 14“ (Was das bedeuten soll weiß ich auch nicht so genau. Vielleicht steht 20 14 für das Jahr 2014). Das Tempo des Song bleibt die ganze Zeit über auf einem Level. Musikalisch kann das Lied auch einiges bieten, trotzdem ist es nicht unbedingt ein Highlight für mich. In der Mitte des Songs wiederholt sich die Stimme und sagt diesmal „Insania 20 16“. Der Refrain wird von einem Chor begleitet. Die fetten Soli zu Ende des Songs können aber überzeugen und ein langgezogener Schrei beendet den Song.

A Tale That Wasn´t Right:
Klänge einer Akustikgitarre leiten den Song ein. Hansens Gesang ist ruhig und klingt sehr melodisch. Nach und nach gesellen sich langsame Trommeln dazu und der Gesang wird noch intensiver. Dann beginnt der Chorus, der mir persönlich jedes Mal eine Gänsehaut verpasst. „In my heart, in my soul, I really hate to play this toll, should be strong, young and bold, but the only thing I feel is pain”. Die Melodie könnte schöner nicht sein und macht diese Ballade zu einer der besten Helloweens. Großen Respekt an die Pumpkins!

Future World:
Yeah, hier sind wir bei meinem absoluten Highlight angekommen! Die kurzen harmonischen Riffs zu Beginn und den harten Drumms die mit einem mal dazu kommen machen nur den Anfang. Der Song kommt ein wenig rockiger rüber, was aber keineswegs schlecht ist. Der Refrain haut mich jedes Mal aufs neue weg. Auch live kann dieser Song überzeugen und ich selbst hatte bereits die Ehre ihn live zu erleben. Die soliden Soli in der Mitte sind ein weiterer Grund wieso dieser Song ein Highlight darstellt. Ein Muss!

Halloween:
Ob ihrs glaubt oder nicht ... „Halloween“ ist auch schon die nächste Nummer die sich auf diesem Niveau bewegt! Hier hört man mal eine ganz andere Seite der von Helloween – es wird düster und das nicht zu knapp! Ein schleppender Sound macht den Anfang des Songs, dann wird das Tempo etwas angehoben. Dieser Song war der erste den ich von Helloween gehört habe und macht auch heute noch genauso Spaß wie früher. Der Refrain ist unverwechselbar „In the streets on Halloween, there´s something going on, no way to escape the power unknown, in the streets on Halloween the spirits will arise, make your choice, it´s hell or paradise, ah – It´s Halloween tonight!” Genauso wie bei „Keeper Of The Seven Keys“ wechselt der Song häufig die Melodie und ist durchzogen von herrlichen Gitarrensoli. „Halloween“ ist eine wirkliche Hymne, was durch die lange Spielzeit von über 13 Minuten noch einmal bewisen wird. Wow!

Follow The Sign:
Diese Nummer ist ein Outro des Albums und kann auch mit 1:44 nicht als vollständiger Song gewertet werden. Geflüsterte Lyrics, begleitet von schrillen Gitarrensounds lassen die Scheibe langsam zum Ende kommen.

Fazit:
Wer auf melodische Nummern steht und den Powermetal zu schätzen weiß sollte dieses Album unbedingt in Regal stehen haben. Stellt sich nur die Frage „Kann dieses Album musikalisch mit seinem großen Bruder „Keeper Of the Seven Keys II“ mithalten? Nunja, ich würde sagen es kommt nicht ganz an den zweiten Teil des Keepers ran, kann aber dennoch überzeugen.

Meine Punkte: 9/10 (Keeper II würde glatte 10 bekommen)

Tracklist:

1. Initation
2. I´m Alive
3. A Little Time
4. Twilight Of The Gods
5. A Tale That Wasn´t Right
6. Future World
7. Halloween
8. Follow The Sign