Alben





Bild Informationen
Bandname: Cirith Ungol
Titel: One Foot In Hell
Musikstil: Epic Metal
Label:Metal Blade
Homepage:http://www.cirith-ungol.dragonight.de
Review-Autor:Thulsadoom
Punkte: 8 / 10

Wie bereits im Review zu "King Of The Dead" zu lesen war, waren die ersten Sachen die ich zu dem Album so im Netz gefunden habe eher
negativ. Zwar ein gutes Album, aber das schwächste der Ungol-Krieger. Entsprechend skeptisch war ich als ich die neu gekaufte Scheibe dann das erste mal
in den CD-Player geschoben hab. Aber das sollte sich schnell ändern. Natürlich die Songs gehen verdammt schnell ins Ohr, und das birgt oft die Gefahr dass
man sich schnell davon abhört, aber bisher konnte ich keine Abnutzungserscheinungen erkennen. Für mich auf jedenfall eine Killer-Scheibe der Truppe.

Das Cover sieht wieder mal richtig geil aus, auch wenn mir nicht so ganz klar sein soll was dieses insektenartige Monstrum darstellen soll.
Vorneweg sei gleich gesagt dass der Titel "One Foot In Hell" meiner Meinung nach dass hält was er versprecht. Sehr doomig das Ganze. Viele höllische Screams und
ein Baker in Höchstform. Aber nun zu den einzelnen Songs.

Blood And Iron:
Der Song steigt sofort mit voller Geschwindigkeit ein. Kein langsames Intro. Man bekommt sofort die volle Breitseite. Der Refrain in dem der Titel des Songs gebrüllt wird,
lädt sofort zum Mitgröhlen ein. Die Riffs sind einfach gehalten, und wiederholen sich eigentlich immer, aber trotzdem klingt das sehr gut. Für mich der
Lieblingssong auf dem Album. Zwischendurch folgt auch wieder ein schönes Solo. Textlich geht es wie beim Titel zu erwarten um Krieg, aber wie schon mal erwähnt bleibt für mich
die textliche Leistung im Erstlingswerk der Jungs ungeschlagen.

Chaos Descends:
Das Chaos steigt herab. So verkündet es zumindest der Titel. Und dem entsprechend startet der Song auch gleich mit einem Schrei der mitten aus Hölle selbst stammen konnte.
Dann setzt auch schon das stampfende Riff ein, passend von den Drums begleitet. Baker singt hier verhältnis mässig langsam, aber der Song hat trotzdem noch Kraft.
Der Refrain wird stimmlich in die Länge gezogen. Hört sich klasse an. Textlich gehts halt um das aufsteigende Chaos, die beginnende Schlacht, nichts besonderes also.
Ab der Mitte beginnt der Song dann an Geschwindigkeit zuzunehmen. Die Drums hämmern schön vorwärts, und ein schön anzuhörendes Solo folgt auch noch. Mit einem
besonderes langzezogenen "Chaos Descends"-Schrei endet der Song schliesslich.

The Fire:
Der Song beginnt sehr düster. Der Bass dröhnt nur so dahin, während schrille Gitarrenklänge eine bedrohliche Atmosphäre schaffen.
Der Song geht dann aber verhältnismässig ruhig weiter. Textlich gehts um nichts großartiges. Vampire und Dämonen usw.
Der Refrain klingt nicht so schlecht, aber im Großen und Ganzen klingt mir der Song zu langweilig. Da tut sich nicht viel.
Irgenwdie fehlt die Kraft, aber das sollte jeder für sich entscheiden. Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.

Nadsokor:
Auch wenn mich der letzte Song nicht so mitreissen konnte, macht dieser Kracher wieder alles gut. Klingt richtig geil. Man fühlt sich
fast in einen Fantasy-Movie versetzt. Eingeleitet nur von Drums, die immer schneller werden. Dann setzten die Gitarren ein.
Bakers Songs baut dann richtig geil darauf an. Sehr melodisch. Im Refrain flüstert er das "Nadsokor" einige mal, gefolgt von zwei geschrieenen Varianten. Hört sich
kraftvoll an. Richtig gelungen. Ab der Mitte folgt eine sehr ruhiges und gefühlvolles Solo. Dieses wird gegen Ende immer schneller. Top-Song, kann ich nur weiterempfehlen.

100 MPH:
Kraftvoller Song. Ob es nun wirklich 100 miles an hour sind kann ich nicht messen, aber der Song ist verhältnismässig schnell (für Cirith Ungol eben).
Textlich wird fast nur der Refrain wiederholt. Sehr melodisches Refrain folgt. Eine klasse Ungol-Song. "We're stopping for nothing, cause we've got the power".
Der Song endet mit einem langgezogenen Scream. Tolle Leistung wieder mal.

War Eternal:
Der Song beginnt ruhig und düster. Gitarre und Drum ergänzen sich hier perfekt. WAAAAAAARR EEEEEEEETTTTTEEEEEEEEEERNAAAAAAALLLLL im Refrain. Das ganze mehrstimmig. So soll das klingen.
Man füllt sich wieder mitten in die Hölle hineinversetzt. Die Gitarristen lassen nichts anbrennen. Solider Song. Zwar jetzt nicht unbedingt einer meiner Lieblinge, da gibt
es ja bessere auf dem Album (etwa die beiden vorherigen Songs, oder der Einstiegssong), aber im Vergleich zu Songs manch anderer Band noch immer herausragend.
Der letzte Part wird nur von der Gitarre gespielt. Instrumental only also. Aber das klingt richtig gut.

Doomed Planet:
Für mich der schwächste Song des Albums. Da passiert zu wenig. "We're looking on a doomed planet"... Gut textlich hält er vielleicht mehr her, aber musikalisch weiss er mich so gar nicht zu begeistern.
Für mich ein Füller-Song. Mag sein dass er manchen gefällt. Mir eben nicht. Geschmäcker eben :-D

One Foot In Hell:
Etwas ungewöhnlich dass der Titeltrack am Schluss kommt, aber das ist ja auch unwichtig. Der Song beginnt mit harten Riffs.
Drums und Gesang mischen sich dann zeitgleich dazu. Baker singt als er wär er vom Teufel höchstpersönlich besessen. Sehr düstere Screams, gefällt mir.
Vor allem beim Refrain füllt man sich mitten in die Hölle versetzt. Passt ja auch zum Titel. Sehr starker Songs. Die Soli wissen auch zu überzeugen.
Ein würdiger Abschluss für ein geniales Album.

Fazit: Kann das Album nur empfehlen. An den Erstling "Frost and Fire" der es mir vorallem auch in textlicher Hinsicht angetan hat, kommt es zwar nicht heran, aber trotz allem ein gelungenes Album.
Wirklich schade dass es nur so wenige Alben der Jungs gibt. Wer weiss was da noch nachgekommen wäre. Als Einstieg für Ungol auf jeden Fall geeignet.
Wers gerne episch hat, dem würd ich jetzt eine Kaufempfehlung aussprechen ;-).