Konzerte





Informationen
Bandname: Manowar
Ort: Earthshaker
Datum: 23. Juli 2005
Review-Autor:Udo Sapper (us66)
Punkte: 10 / 10
 
Review-Text
Christina, Holli und ich fuhren erst am Samstag auf das Festival, da uns die Bands am Freitag völlig Schnuppe waren (Nightwish und Co.). Als wir ankamen, waren wir erstaunt, dass das Festival bereits früher losgegangen war. Manowar hatte den Plan kurzer Hand umgeworfen, da sie nun 3 Stunden spielen wollten. Rein objektiv könnte man sagen, dass dieser Alleingang manchen (anderen) Fan zu Recht verärgert hatte.



Ich, als Manowar Fan war natürlich begeistert. Wegen Manowar waren wir ja schließlich (eigentlich ausschließlich) da. Die anderen Bands waren nur von geringer Interesse, wobei Primal Fear sehr gut spielten. Masterplan hat mich dermaßen enttäuscht (Gesang, Sound - egal was, es war bäh!). JBO könnte ich nicht mal mit 7 Promille genießen und nach 3 Liedern von Dimmu Borgir reicht's mir halt auch (dann scho lieber Venom, hehe)...

So betraten Manowar die Bühne mit einem Orchester, das rechts und einem Chor, welcher links der eigentlichen Bühne aufgebaut wurden. Und zwar auf 3. Stockwerken verteilt - da wo früher diese ungestüme PA-Anlagen waren! Ich war ja schon auf unzähligen Open Air Gigs, aber dieser Sound, der war einmalig. Einmalig gut. Mega-gut. Laut, klar und voll - der absolute KILLER! Und zwar bis zur letzten Zugabe. Es hätte in einem Studio sein können...

Es sollte eines meiner besten Konzerte werden. Ich stand in der 1. Reihe und kam aus dem Staunen nicht mehr raus. Alle lieder wurden in der Originalbesetzung gespielt und zum Schluss standen alle Manowar-Mitglieder samt 3 (!!!) Schlagzeugen auf der Bühne.


Dieser Auftritt - Auftritt, weil es eben nicht nur ein Gig war, wurde in der Presse teilweise ganz schön niedergemacht. Mir persönlich ist es eigentlich Wurscht, aber dann eigentlich wiederum nicht. Eine Band, die 3 Stundenlang auftritt ist schon der Wahnsinn, wenn man bedenkt, dass sich manche große Bands schon nach knappe 1 1/2 Stunden verabschieden. Deshalb erlaube ich auch einer solchen Band eine gewisse Pause, in der sie von mir aus einfach nur schwätzt. Joey DeMaio ist Joey DeMaio, eben weil er so ist wie er ist. Anderseits meckert man über Bands, die keinerlei Kontakt zum Publikum suchen und völlig distanziert ihre Musik runterspielen. Ob nun Richard Wagner "The Father of Heavy Metal" ist oder nicht, ist mir scheiß egal - wobei er ganz schön bombastische Sachen gebracht hat...

Letztendlich bleibt für mich die Erkenntnis, dass Manowar an die 2 1/2 Stunden Musik gemacht und eine Wahnsinns-aufwendige Show geboten haben. Sie suchten den Kontakt zum Publikum und gaben ihr Bestes!!!

Wer das nicht erkannt und gefühlt hat, der war schlicht und einfach auf dem falschen Concert!

Hail and Kill.