Konzerte





Informationen
Bandname: Manowar
Ort: Geiselwind
Datum: 23. Juli 2005
Review-Autor:Thulsadoom
Punkte: 9 / 10
 
Tracklist
SongBewertung (max. 10)
1. Manowar7
2. Brothers Of Metal8
3. Call To Arms6
4. Kings Of Metal8
5. Sign Of The Hammer10
6. Blood Of My Enemies8
7. Kill With Power9
8. Metal Warriors7
9. Achilles, Agony and Ecstasy in 8 Parts - The Glory Of Achilles5
10. Metal Daze8
11. Dark Avenger7
12. Outlaw4
13. House Of Death6
14. Herz aus Stahl (german version)8
15. Overture To The Hymn Of The Immortal Warriors7
16. Warriors Of The World United10
17. Hail And Kill9
18. Black Wind, Fire And Steel9
19. Battle Hymn10
20. The Crown And The Ring10
 
Review-Text
Der Manowarauftritt war nicht nur mein erstes Manowarkonzert sondern gleichzeitig auch mein erster Festivalbesuch. Somit war das Ganze für mich natürlich etwas ganz besonderes. Die Zustände am Festivalgelände sind zwar nicht Thema dieses Reviews, aber ich werde sie trotzdem kurz anschneiden.

Grundsätzlich kann ich nicht klagen. Obwohl ich eher spät ankam (erst Freitag am Mittag) haben wir einen ziemlich guten Platz nahe der Bühne bekommen. Essen und Trinken war zwar nicht grad billig, gibt aber schlimmeres. Den Maci und Burger King in der Nähe fand ich wirklich praktisch. Negativ aufgefallen sind mir die teilweise leicht arroganten Securities. Soll da angeblich auch einen Fall gegeben haben wo einer ein Mädchen geschlagen haben soll oder so. Wettermässig wars dann eigentlich auch passabel. Geregnet hats bei mir nur ganz leicht am Freitag in der Nacht, aber da war ich sowieso zu angetrunken um mich dran zu stören ;-). Von den Leuten am Festival kann ich nur positives berichten. Ohne unsere netten Nachbarn hätten mein Kumpel und ich im Freien schlafen müssen da wir es einfach nicht geschafft haben dieses verdammte Zelt aufzustellen *g*. Sogar mit einem Metalhead aus England kam ich ins Gespräch weil ich sein Manowar-Shirt noch nie gesehen hatte, und wissen wollte woher er es hat. Wirkliche nette Leute.

Beim JBO-Auftritt hab ich dann mitbekommen dass Mr. Lee nicht kommen soll. Hab das am Anfang für einen Scherz der Blödelbarden gehalten, hat sich aber nach einigem Herumgefrage als wahr herausgestellt.

Vor dem Dimmu Borgir Auftritt haben wir dann begonnen gute Plätze zu sichern. War nicht so mein Ding diese Corpse-Paint-Bubis... In der Pause zwischen Manowar und Dimmu hab ich mich dann doch noch dazu durchgerungen ein kleines Geschäft zu erledigen, obwohl ich auf halben Weg zu den Dixies spontan die Notdurft hinter einem Imbiss-Stand verrichtete um nicht zu viele Plätze zu verlieren *g* (war da nicht der einzige was man da so gesehen hat).

Beim Warten in der Menge begannen dann schon die ersten Manowar,Carry on-Gesänge und dergleichen. Die Anspannung stieg merklich. Dann war es endlich soweit, "All Hail Manowar" von Orson Welles vom Band und mit dem ewigen Opener "Manowar" startete die Band um Joey eine Nacht die sich wohl in die Erinnerung von so manchem Manowarrior eingebrannt hat. Von da an ging es Hit auf Hit. Gibt ja einige (im ESF-Forum etwa) die meinen dass bei den Manowar-Fans keine wirkliche Stimmung bemerkbar war. Diese Meinung kann ich nicht teilen. Stimmt schon dass da wenige am Poggen,etc. waren, aber das passt ja auch bei Manowar-Songs eher selten. Aber am Headbangen, Mitsingen und -gröhlen bzw. mit zum Sign erhobenen Armen war da ja der Großteil. Auch Crowdsurfer gab es genug. Geile Stimmung wirklich.

So nun zu den Songs die es mir speziell angetan haben:

Blood of my Enemies: Ich muss gestehen dass ich diesen Song vor dem ESF kaum gehört habe, aber bei dem Auftritt wurde mir wieder klar wie verdammt genial das Lied is. "High overhead they carry the dead, where the blood of my enemies lies". Da kann man ja nur ins Schwärmen kommen.

Dark Avenger: Ursprünglich hiess es ja soweit ich weiss, dass sowohl Dark Avenger als auch Defender gemeinsam mit Christopher Lee performed werden sollen, da der aber auf Grund von Dreharbeiten verhindert war, reichte es nur für Dark Avenger vom Band und das wohl auch nur weil eine Sister Eric ganz lieb gefragt hat (wenn ich das richtig mitbekommen hab). Zu dem Fernbleiben von Mr. Lee kann ich nur sagen dass es doch sehr merkwürdig ist dass das zwar erst am selben Tag bekannt wird, aber anscheinend trotzdem noch Zeit war ein kleines Sorry-Filmchen zu drehen. Meiner Meinung war dass den Festivalveranstaltern schon vorher bekannt. Aber egal, der Song war auch so geil.

Outlaw: Ja was kann man da sagen. Als Joey plötzlich den Song unterbrach um einen kleinen Soundcheck durchzuführen hat wohl so mancher verständnislos den Kopf geschüttelt. Ich persönlich hab danach keinen merkbaren Unterschied gehört, womit ich sicher nicht alleine war. War meiner bescheidenen Meinung nach unnötig.

Herz aus Stahl: Ich persönlich hätte mir lieber die englische Version gewünscht, aber in der Hochburg des Metals (Germany ;-) ) war das wohl vorauszusehen. War auch so ein Hammer Song.

King Of Kings: Tja.. Als ich den das erste Mal dort gehört habe, konnte ich mir noch kein richtiges Bild machen. Hatte zwar was, aber so richtig kann ich mir unter einem Song erst nach mehrmaligen Hören was vorstellen. Jetzt hab ich das nach dem Kauf der HoEIV ja nachgeholt und kann sagen: Top-Song. Perfekter Wechsel zwischen langsamen und schnellen Parts und dass der Sprechpart nicht von Christopher Lee sondern von Joey kommt stört mich auch nicht wirklich.

Warriors Of The World United: Oh mein Gott! Dieses Erlebnis war einfach unbeschreiblich. Die diversen Fahnen waren ja einen Großteil der Zeit oben, aber was bei dem Song abgegangen ist war einfach extrem bewegend. Alle Fahnen aus aller Herren Länder (Kroatien,Schweiz,Brasilien,Italien und natürlich Deutschland fallen mir da jetzt spontan ein) waren in ekstatischer Bewegung. Ein Bild für Götter.

Battle Hymn: Tja was kann man da sagen. Gab ja vorher schon einige Songs wo einer der alten Gitarristen/Drummer den Part übernahm, aber das... Nicht nur dass das Battle Hymns Abschluss war (neben Crown and the Ring), nein, es wurde sogar mit allen 3 Gitarristen und und 3 Drummer zum Besten gegeben. Ross the Boss der mit seinem Propeller-Stil die Klampfe bearbeitet. Dave Shankle der die Menge mit dem Sign aufheizt. Und die Drummer die sich da wohl die Seele aus dem Leib gehämmert haben. Fands ja recht komisch dass schon kurz Crown and the Ring gestartet wurde, als ob die Show schon aus wäre und dann das! Nach diesem Song der Superlative folgte dann der krönende Abschluss mit

The Crown and The Ring: Zwar nicht live wie im Vorfeld gemunkelt wurde, aber trotzdem ein unbeschreibliches Erlebnis. Als plötzlich der erste Knaller losging hat sich wohl so mancher erschrocken, aber dann das Feuerwerk das den Himmel über der Menge erleuchtet hat, welche großteils die Hände zum Manowar-Sign erhoben hatten. Da läuft es einem kalt den Rücken runter. Ich erinnere mich noch dass ich dachte "Die vom Orchester müssen uns alle für verrückt halten" ;-)

Dann noch zu den etwas allgemeineren Punkten: Gab ja später sehr oft die Kritik dass Joey zu viel gelabert hätte. Mich persönlich hats nicht so gestört, da ich es alles andere als störend empfinde wenn mal zwischendurch kurz zur Menge gesprochen wird. Die kleine Singeinlage von Eric mit der Menge fand ich z.B. ganz passend. Bei Joey wars leider vom Inhalt her immer irgendwie das selbe. Wer da alles geehrt wurde geht ja auf keine Kuhhaut mehr. Seinen Ausspruch dass nur Germany den Metal besitzen würde fand ich aufgrund der zahlreichen ausländischen Brothers etwas unpassend. Auch seine Trotzreaktion auf das nichtangenommene Angebot von diesem Wagnerenkel fand ich etwas unnötig. Und das Tributvideo für Wagner... Mag ja sein dass Joey und so mancher Manowarrior auch Klassik hören, aber prinzipiell hat das meiner Meinung nach auf so einem Konzert nichts verloren. Manowar sollen angeblich ja auch durch einige Starallüren aufgefallen sein. So musste anscheinend am Samstag die Running Order um eine Stunde vorverlegt werden, weil Manowar 3 Stunden spielen wollte, obwohl es dann doch eher 2 oder maximal 2,5 waren. Ausserdem sollen sich die Jungs an jedem verkauften Shirt einer anderen Band mit 50 Cent beteiligen lassen haben. Tja dass es bei Manowar eben nicht NUR um die Musik geht weiss ich ja schon länger, ist mir persönlich auch egal. Die Jungs wollen ja schliesslich ihre Pension sichern :-)

Zur Fancon kann ich nichts sagen, da mir das persönlich etwas zu teuer war. Darüber können sich ja andere in Ihren Reviews äussern.

Fazit: Im Großen und Ganzen eine Hammer-Show auch wenn es durchaus Schwächen gab. Ich hoffe das ich so ein Erlebnis 2006 wiederholen kann und vielleicht seh ich ja den ein oder anderen von euch.