Interviews / Presse





Informationen
Titel: LOUDER THAN HELL INTERVIEW
Datum: Juni 1996
 
Text
Interview mit Eric Adams
Herausgegeben von: Dutch Defenders Of Steel Fanzine Issue No.11
Interviewer: Simon Musk
Herausgegeben im: Juli 1996
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LOUDER THAN HELL INTERVIEW

MITTE JUNI 1996 GING SIMON MUSK VON THE ARMY OF IMMORTALS NACH ORLANDO FLORIDA, UM ERIC ADAMS IN BEZUG AUF DAS NEUE ALBUM ZU INTERVIEWEN…


Interviewer: DEINE STIMME AUF DEM NEUEN ALBUM “LOUDER THAN HELL” IST SOGAR NOCH GEWALTIGER WIE AUF TRIUMPH OF STEEL. WIE HAST DU DAS GESCHAFFT?



Eric: Ich weiß es nicht (lacht). Ich glaube es liegt daran, dass ich fühle was ich singe. Ich versetze mich in den Charakter des Liedes und stelle mir vor wie es sein müsste. Joey sagt immer: „Versuch mal den Ton oder den“, aber manchmal denke ich mir, dass das Lied einen bestimmten Level erreichen muss. Ich gebe dann einfach alles bis zu dem Punkt, wo ich durchdrehe und alles verrückt wird! Ich wollte auf jedem Album schon immer verschiedene Sachen versuchen, aber meistens vergesse ich sie dann - wenn ich aber das Lied höre, denke ich mir: „Mensch, da wollte ich doch was versuchen und nun ist das Album schon fertig!“. Auf diesem Album konnte ich die bestimmte Textzeilen in meiner normalen Stimme singen und dann eine Oktave tiefer. Das wollte ich öfters einsetzen, habe es dann wieder vergessen, aber vielleicht das nächste Mal. Dieses „Queen-Stimmen-Ding“ wie bei dem Lied „King“ wollte ich machen und das hat ganz gut geklappt.



Interviewer: WIE IST ES WIEDER MIT SCOTT AUFZUNEHMEN?



Eric: Oh man, vom ersten Augenblick an, als Scott zurückkam und wir loslegen wollten, sagten wir zu Karl, „warte mal ab, der bringt alles wieder zusammen“ und so war es. Er spielte „Manowar“ und ich musste mich daran erinnern, wie ich Scott das erste Mal kennen gelernt hatte, als er bei uns vorspielte. Joey und ich schauten uns vom ersten Vers an und wussten, das ist es und so war es diesmal auch. Es war wirklich ein gutes Gefühl ihn wieder zurück in der Band zu haben, nicht nur musikalisch, aber auch, weil wir uns sofort wieder wie eine Band fühlten. Das war echt cool, dieses Album aufzunehmen. Wir sagten uns dabei: „Wartet nur mal ab, bis das die Fans hören!“. It’s a good feeling, a great vibe, the band is back together and we are ready to rock!!!



Interviewer: ICH SAGTE SCHON ZU JOEY, DASS DAS NEUE ALBUM EIN SEHR REIFES FEELING UND GROOVE RÜBER BRINGT. FÜR MICH KLINGT DAS ALBUM ALS “GANZES” - WÜRDEST DU ZUSTIMMEN?



Eric: Yeah, das ist was ich ihm auch schon sagte. Es gibt kein einziges Lied, welches ich nicht wieder und wieder anhören könnte. Ich witzelte mit ihm und sagte: „Weißt du deine ganzen Bass Soli auf den vorherigen Alben, die habe ich immer übersprungen (lacht)“. Dieses Album höre ich immer wieder ganz durch – ich mag es sehr. Der Sound der Instrumente ist wirklich „WOW“, er versetzt dich in eine andere Welt. Karl ist in sehr guter Spiellaune und bringt dich dahin, wo du sein sollst und dann kommt er mit voller Wucht zurück. Es weckt dich auf, it’s really cool!



Interviewer: WENN IHR EIN LIED AUFNEHMT, STELLST DU DIR DA SCHON VOR, WIE ES WOHL LIVE KLINGEN WIRD?



Eric: Erst wenn ich die Playbacks davon höre, mache ich mir Gedanken, wie der Song wohl live klingen wird. Ich bin einfach viel zu sehr mit dem Lied beschäftigt. Im Studio bin ich wie in einem hypnotischen Trance Zustand. Ich brauche immer ein bisschen Zeit bevor ich los singe – so 10 bis 15 Minuten. Ich steh im Raum, stelle mir die Person vor, weil ich eben dieser „Outlaw“ bin. Da kann ich mich richtig gut rein versetzen. Wie in „The Gods Made Heavy Metal“, gottverdammt, da kam ich mir wie Moses vor. Ich sprach zu den Menschen aus der „Metal Bible“! Eigentlich wollten wir die erste Strophe mit Sound Effects wie Donner, Blitze, oder Wind sprechen (hierbei klatscht er in seine Hände BOOM) und dann mit dem Song loslegen. Zum Schluss haben wir uns doch entschieden, gleich mit dem Song anzufangen und ich denke so ist es auch gut geworden.



Interviewer: IHR SEID JA NUN ZU 50 % EINE NEUE BAND. GLAUBST DU, DASS ES LANGE BRAUCHEN WIRD, BIS IHR EUCH LIVE EINGESPIELT HABT?



Eric: Nein, Karl ist ein sehr intelligenter Musiker, er hat seine Theorie und er hat schon sehr viel zur Band beigetragen, so dass wir mit ihm überhaupt keine Probleme haben. Als Scott zurückkam, war es wie es hätte sein sollen. Ich sagte ihm: „Hey du Arsch, du hattest jetzt schon viel zu lange Urlaub, jetzt wird’s Zeit wieder an die Arbeit zu gehen (lacht laut los)!“ Scott ist einfach ein witziger Typ und es ist einfach geil mit ihm wieder auf Tour zu sein. Als wir dann in der Probehalle spielten, war die Magie sofort wieder zurück und nun sind wir alle gespannt Live zu spielen. Ich weiß auch, dass es nicht lange brauchen wird, bis alles seinen gewohnten Gang geht. Es ist einfach ein sehr gutes Gefühl und das hatte ich nicht mehr seit Scott uns verlassen hatte. Es ist wie wenn die vier Originalmitglieder zusammen wären, einfach grandios!!!



Interviewer: MÖCHTEST DU NOCH EINE MESSAGE AN ALL DEINE FANS WELTWEIT SENDEN?



Eric: Na klar (lacht), sag einfach alle Frauen, dass sie nach der Show zu mir ins Hotelzimmer hoch kommen sollen. Nein im Ernst, an alle Fans egal wo ihr seid, mit diesem Album und dieser Tour sind wir ready to rock und wir werden euch gewaltig in den Arsch treten. Wir waren noch nie besser und wir spielen lauter und heavier denn je. Also, dann auf Bald und vergesst nicht: „play it LOUDER THAN HELL!!!!”