Interviews / Presse





Informationen
Titel: Metal Inside interviewt Karl Logan
Datum: 2 April 2002
 
Text

Vorwort: They are back.... The Kings Of Metal: MANOWAR. Am 15. April kommt die neue Single auf den Markt. am Donnerstag, 18. April wird die Band bei TV Total eben diesen Song zum Besten geben und am 27.Mai kommt dann endlich das lang erwartete neue Studioalbum "Warriors Of The World" in die Plattenläden. Wir haben uns im Vorfeld schon einmal mit Karl Logan (Gitarre) unterhalten um nach der Pressekonferenz im Februar nochmal ein paar Neuigkeiten aus ihm heraus zu kitzeln...



Interviewer: Hi Karl, alles fit?



Karl: Hallo, klar, hatte heute zwar schon ein paar Interviews aber sonst ist alles ok soweit.



Interviewer: Ich wollte mich erst einmal für die Einladung zu eurer Listening Session nach Belgien bedanken. Das war echt cool.



Karl: Hey, da brauchst du dich nicht zu bedanken. Manowar versuchen immer die Nähe zu den Fans zu halten.



Interviewer: Ich denke das ist es auch, was Manowar ausmachen. Ok, wenn du euer neues Werk "Warriors Of The World" mit "Louder Than Hell" vergleichst, wo drin liegen deiner Meinung nach die Unterschiede?



Karl: Ich finde, daß sich fast nichts an denen beiden Alben ähnelt außer das beide Alben Heavy Metal sind. Es ist alles unterschiedlich: vom textlichen und auch vom musikalischen Standpunkt her. Auch die Produktion ist diesmal ganz anders gelaufen. Gleichzeitig ist das Album auch Manowar.



Interviewer: Da gibt es ja diesen einen Song "Nessun Dorma" bei dem Eric seine Stimme in die Opern artige Höhe treibt. Hat er das irgendwie gelernt?



Karl: Das ist eine Frage, die du besser dem Eric selbst stellen solltest, weil ich ich nicht sicher bin, wie oder was er geübt hat. Wir haben das Stück gemacht, um zu zeigen das Eric ein innovativer und abwechslungsreicher Sänger ist, der auch in klassische Opernbereiche vordringen kann.



Interviewer: Glaubst du, daß ihr diesen Song auch live spielen könnt bzw. werdet?



Karl: Ja wir werden diesen Song auf jeden Fall live spielen. Aber ich kann dir leider nicht sagen wann oder wo. Wir haben diesen Song ja das erste mal live auf dem Gods Of Metal Festival in Mailand gespielt, als Dankeschön an unsere Fans in Italien.



Interviewer: Ok, dann erzähl mir doch mal bitte etwas über die Story von einem oder zwei Songs, die dir am Besten gefallen.



Karl: "Call To Arms" ist ein klassischer Heavy Metal Song welcher immer ein Teil des Glaubens von Manowar ist. "Swords In the Wind" erzählt die Geschichte eines sterbenden Kriegers und seinem Wunsch nach Valhalla zu kommen, der Beerdingungsstätte der Wikinger. Dort, wo die Leichnamen mit einem Schiff aufs offene Meer gefahren werden.




Interviewer: Haben euch beim Songwriting denn auch aktuelle Geschehnisse wie z.B. der Anschlag auf das World Trade Center beeinflusst?



Karl: Mh. das klingt jetzt vielleicht blöd aber es ist schon etwas komisch: "Fight For Freedom" wurde komplett vor dem 11. September 2001 geschrieben und man kann diesen Song schon irgendwie auf so ein Ereignis beziehen. Aber prinzipiell ist Manowar keine Band, die über politische Dinge schreibt. Und dann gibt es ja noch den Song "An American Trilogy" der ursprünglich von Elvis Presley stammt und sich mit dem Amerikanischen Bürgerkrieg befasst. Den Song wollten wir schon lange mal machen und jetzt sah es so aus, als wenn jetzt der richtige Zeitpunkt dafür ist.



Interviewer: Bist du auch am Songwriting beteiligt?



Karl: Ja, Joey und ich komponieren eigentlich den Kern eienes Songs aber beim Rest ist die ganze Band beteiligt.



Interviewer: Gibt es für dich einen Lieblingssong auf "WotW"?



Karl: Nicht direkt nein. Ich finde die Songs alle gut, alle großartig. Ich glaube an diese Platte. Diese Songs sind wie unsere Kinder und da kann man einfach nicht einen rauspicken und sagen: Das ist der Beste.



Interviewer: Ist denn schon eine Manowar Tour geplant?



Karl: Ja, wir konzentrieren uns auf eine Tour irgendwann im Herbst. So ungefähr im September oder Oktober. Außerdem wollen wir noch ein paar Summer Open Airs in Europa spielen.




Interviewer: Und auf dieser Tour, werdet ihr da noch die eine oder andere Support Band im Packet haben oder wird "nur" Manowar spielen?



Karl: Das sind alles Sachen, die wir erst genau sagen können, wenn die Tour richtig bestätigt ist. Das hängt ja auch davon ab, wer gerade Zeit hat.



Interviewer: "Louder Than Hell" liegt ja mitttlereile auch schon 5 oder 6 Jahre zurück. Was habt ihr in dieser Zeit alles gemacht. Gibt es vieleicht das eine oder andere Nebenprojekt oder habt ihr einfach nur Urlaub gemacht?



Karl: Viele Leute denken genau dies mit dem Urlaub, aber das ist ein Fehlinterpretation. Es hat uns nicht 6 Jahre Zeit gekostet, ein neues Album aufzunehmen. In dieser Zeit haben wir diese ganzen Live Videos gemacht, haben das Doppel Live Album aufgenommen. Wir haben auch ausgiebig getourt, haben auf den größten und wichtigsten Festivals in Europa gespielt. Wir waren schon ziemlich beschäftigt die ganze Zeit über. Man kann sagen, wir haben für das neue Album von Anfang bis Ende ca. 2 Jahre gebraucht. Wir können nur sagen, daß es immerhalb der nächsten zwei Jahre wieder ein neues Manowar Album geben wird. Es sind schon einige Songs geschrieben und wir haben eine Menge Ideen. Wir wollen das für die Fans machen.



Interviewer: Also hattet ihr, so wie sich das anhört, keine Zeit für irgendwelche Nebenprojekte?



Karl: Joey hat zwar ein kleines Label mit ein paar anderen Bands zusammen. Aber seine hauptsächliche Hingabe gehört natürlich Manowar. Vielleicht wird es in der Zukunft mal einige Projekte geben, aber Manowar wird immer der Mittelpunkt bleiben. Ich jedoch werde nicht ein Nebenprojekt haben. Ich will meine gesamte Energie für Manowar aufsparen.



Interviewer: Wie sieht das eigentlich in eurer Freizeit aus, also wenn ihr quasi nicht gerade am Songwriting oder auf Tour seid. Habt ihr dann untereinander auch privaten Kontakt?



Karl: Jeder von uns hat natürlich auch sein eigenes Leben. Wir waren jetzt 4 Jahre lang gemeinsam unterwegs. Da braucht jeder Mensch mal ein bisschen Abstand von einander. Ich finde das frischt wieder ein bisschen die Kreativität, Energie usw. auf. Aber die Priorität liegt natürlich immer auf Manowar.



Interviewer: Als wir in Belgien waren, habt ihr uns ja ein paar Ausschnitte aus den neuen DVD´d "Hell On Earth 2 + 3" gezeigt. Weißt du schon wann die raus kommen sollen?



Karl: Puh, das kann ich dir leider auch noch nicht genau sagen. Das ist eine "Business" Entscheidung und hängt auch davon ab wann wir jetzt auf Tour gehen usw. Das sind alles Fakten, die wir noch nicht genau wissen.



Interviewer: Ok, wie oder was denkst du über das Internet?



Karl: Ich selbst habe bisher noch keine Verwendung für das Internet gefunden aber ich habe ja auch keinen eigenen Computer.



Interviewer: Welche Bands hörst du dir neben Manowar noch gerne an? Vielleicht Bands die keinen Metal machen?



Karl: Das ist eine schwierige Frage. Natürlich höre ich mir auch andere Metal Bands an. Und es gibt sicherlich auch Bands aus dem Nicht Metal Bereich die mir gefallen. Aber so genau kann man das nicht sagen. Wenn ich jetzt z.B. sagen würde, mir gefällt die und die Band, dann gibt es immer Leute die dazu tendieren einen in diese eine Schublade zu stecken auch wenn das gar nicht so ist. Ich schätze jedoch jede Art von "True" Musik, true in Form von eigener Musik, also Leute die ihre eigen Songs schreiben und auch dahinter stehen. Ich habe aber nichts übrig für solche Sachen wie Backstreet Boys oder so. Und ich habe was gegen Leute die immer mit dem Trend gehen müssen und ich hasse Hip Hop und Rap.



Interviewer: Interessierst du dich eigentlich für die amerikanische Underground Metal Szene?



Karl: Nicht wirklich. Wir haben hauptsächlich eine Underground Hardcore Szene. Und Hardcore ist kein Metal. Heavy Metal ist Musik mit guten Songwriting und viel Talent. Also Sänger die singen können und Gitarristen die Gitarre spielen können. Hardcore sind Leute die ein paar Akkorde lernen und Krach machen. Ich habe einige von diesen Bands gehört aber das hat mich alles kalt gelassen.



Interviewer: Gibt es noch was, was du unseren Lesern sagen willst?



Karl: Ich denke das dieses Manowar Album einige Leute überraschen wird und ich denke wir sind wieder einen Schritt Back To The Roots gegangen und gleichzeitig ist es ein Schritt nach vorne in der Entwicklung von Manowar. Bereitet euch auf unsere Killertour vor.



Interviewer: Ok, danke für das Interview.



Karl: Ich danke Dir. Take care Brother