Interviews / Presse





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Titel: Joey 1988 "Ich lebe nur für das Heavy-Metal-Publikum"
Datum: 1988
 
Text
Interview with Joey DeMaio
Published by : Unknown
Interviewer : Unknown
Published on : 1988
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Interviewer: Joey, was hast du zum Besetzungswechsel bei Manowar zu sagen?



Joey DeMaio: Wir sind sehr glücklich mit unserem neuen Gitarristen David Shankle. Er ist sehr gut, und ich glaube, daß die Fans seinen sowohl sauberen als auch sehr technischen Stil wirklich mögen werden.



Interviewer: Was ist mit Ross?



Joey DeMaio: Nun, alle Dinge verändern sich. Bei einer Heirat zum Beispiel ist eine Veränderung manchmal gut. In dieser Situation - weißt du, Ross und ich, und natürlich auch Ross und die Band, sind sehr enge Freunde. Ross ist unser Bruder. Eines Tages hat mir Ross gesagt, daß sich der Heavy Metal momentan so stark verändert und daß er mehr Blues spielen will, denn damit hat er angefangen.



Interviewer: Das ist die offizielle Version. In einem englischen Magazin war zu lesen, daß es möglicherweise ganz anere Gründe für seinen Ausstieg geben könne: Er sei wohl unzufrieden mit dem neuen Album.



Joey DeMaio: (Auf deutsch) Das ist große Scheiße! Das ist sehr große Scheiße! Das ist nich so! (Er fährt auf Englisch fort) Das ist einfach Bullshit! Du mußt eines verstehen: Das "Kerrang" hat schon sehr, sehr viel über Manowar geschrieben, das nicht positiv war.



Interviewer: Ich dachte, England hätte immer so zu euch ghalten!



Joey DeMaio: Ja, das stimmt schon. Aber du weißt ja selber, in England ist es große Mode, eine Band aufzubauen und in der Presse viele gute Dinge über sie zu sagen, dann aber an irgendeinem Punkt gerne kehrtzumachen und zu sagen: "Diese Band bringt´s nicht mehr." Weißt du, wir haben es nicht nötig, Platten zu machen und Konzerte zu geben für die Presse oder für Plattenfirmen und Radiostationen, denn auf die kommt es nicht an, und wenn das einem von denen nicht gefällt, dann sage ich (deutsch): "Leck mich am Arsch!"



Interviewer: Ross hat also die Band nicht verlassen wegen des musikalischen Konzepts von Manowar oder wegen des Manowar-Konzepts überhaupt...



Joey DeMaio: Absolut nicht. Big Ross ist mein Bruder, das war er immer, und das wird er immer sein. Diese Leute versuchen nur, Unruhe zu stiften.



Interviewer: Und es hat auch nichts zu tun mit den Texten von Manowar?



Joey DeMaio: Nein, absolut nicht. Unsere Texte haben sich in all den Jahren nicht geändert, es sind immer noch dieselben.



Interviewer: Das stimmt allerdings, und darum soll es nun gehen: Ihr habt auf der CD den Bonus-Track "Pleasure Slave". Was hast du zu sagen zu diesem Stück?



Joey DeMaio: Tja, wir hatten bei den Aufnahmen zu diesem Song einen Haufen Spaß, wie man zu Beginn hören kann. Die Geräusche am Anfang sind alle echt. Wir hatten eines Abends eine Party im Studio, und, nun ja, eines führte zum anderen, die Dinge entwickelten sich einfach so, und einige Mädchen fingen an, sich auszuziehen. Sowas passiert manchmal bei Manowar Shows - auf der Bühne, hinter der Bühne, im Bus, im Hotel - , und es passiert eben auch im Studio. Was kann man da jetzt machen, wenn diese Mädchen anfangen, sich auszuziehen? Also holten wir ein Mikrophon und nahmen einiges auf Band auf. Tja, und daher stammt dann auch die Idee für den Song, stimmt echt.

Interviewer: Der Text ist sehr frauenfeindlich.



Joey DeMaio: Nein, nein, das ist nicht...



Interviewer: ...ich nenne sowas Sexismus.



Joey DeMaio: Nein, nein, das wäre ein Fehler! Manowar lieben die Frauen! Man muß das so sehen: Es ist für diese Frauen eine Ehre, unsere Lustsklavinnen zu sein.



Interviewer: Wie kann denn das eine Ehre sein, als Lustobjekt erniedrigt und in Ketten gelegt zu werden, auf das Koommando eines Mannes zu warten, um ihm die Hand zu küssen und...



Joey DeMaio: Das ist genau das, was diese Mädchen lieben! Die kommen dauernd während der Tournee auf uns zu und sagen: "Bitte, leg mich in Fesseln!" Sie lieben es!



Interviewer: Also soll das ein Song über Groupies sein, oder was?



Joey DeMaio: Nun - irgendwie: Ja! Nun hast du´s erfaßt, Bruder!



Interviewer: Ja also, weißt du, wenn du schreibst: "Sie ist jetzt eine Sklavin, keine Gattin; das einzige, was sie bedauert, sind Frauen, die mit einer Lüge leben - sie hat ihre Maske abgenommen", dann fühlt sich eine Frau, die ansonsten eure Musik mag, ganz schön verarscht und erniedrigt, und ich als Mann denke mir: "Meine Güte, solche Inhalte hat die Musik, auf die ich abfahre - wie kann ich das verteidigen gegen jene, die gegen Heavy Metal Vorurteile haben?" So ist es doch.



Joey DeMaio: Oh, wir haben nicht vor, Frauen zu erniedrigen. In Wirklichkeit ist es so, daß Groupies über Manowar sagen, das wir die nettesten Männer sind, die sie je getroffen haben, und niemand hat diese Frauen je besser behandelt als wir. Wir behandeln Groupies und überhaupt alle Frauen besser, als jede andere Band auf der Welt es tut. Wir fahren sie überall im Land herum, nehmen sie im Bus mit, gehen mit ihnen einkaufen - eine Frau kann nicht besser behandelt werden als von Manowar.



Interviewer: Warum ist dann in so vielen deiner Texte von Vergewaltigung die Rede? In "Dark Avenger" heißt es: "Raping the daughters and wives"; in "Each Dawn I Die" heißt es: "I rape the priestess on pagan´s night", und in "Hail And Kill" dann: "Rape their women as they cry"...



Joey DeMaio: Also, das ist so: Wenn man eine Geschichte erzählt, die zum Beispiel handelt von einem Krieg oder von einem Helden wie dem "Dark Avenger", dann sind die Leute in dieser Geschichte - dann ist der Typ da ein Held, dem jemand Unrecht zugefügt hat, und deswegen begeht er diese Taten, um dieses Unrecht zu vergelten. Wir meinen damit nicht etwa: "Geh hin und vergewaltige jedes Mädchen, das du siehst", wir meinen damit: "Geh und überwinde deine Feinde!" Und Vergewaltigung ist nur ein Teil davon - ich meine dessen, was Zwietracht gesät hat. Jeder Krieg in der gesamten Weltgeschichte hat gezeigt: Wann immer feindliche Soldaten irgendwo einfallen, dann vergewaltigen, erschießen und foltern sie jeden, das ist einTeil davon.



Interviewer: Bestimmt, aber man sollte doch nicht Vergewaltigung glorifizieren.



Joey DeMaio: Nein, das ist keine Frage der Glorifizierrung von Vergewaltigung - wir tun sowas in Wirklichkeit nicht. ich meine nur, diese Dinge existieren, wir können nicht vor der Tatsache davonlaufen, daß diese Dinge jederzeit passieren. Ich habe noch nie im Leben eine Frau mißhandelt; ich bin der Meinung, Vergewaltigung ist eine abscheuliche Tat, das schlimmste, was jemand jemals begehen kann. Wer immer die Hand gegen eiene Frau erhebt, ist ein schlechter Mensch und sollte sterben. Aber: Darüber in einem Lied schreiben, ist eine Sache; es tun, eine andere. Wenn du ein Schauspieler wärst und einen Film drehtest, in dem du jemanden tötest, dann hieße das doch nicht, daß du ein Mörder wärst.



Interviewer: Sicher Joey, aber da gibt es einen kleinen Unterschied: Unter euren Fans befinden sich dreizehnjährige Kinder, die deine Texte womöglich für bare Münze nehmen, weil du...



Joey DeMaio: Darum gibt es ja Leute wie Dich, die Interviews machen und solche Fragen stellen, damit niemand diese Texte mißversteht.



Interviewer: ...immer wieder betonst, daß du jegliche Falschheit ablehnst, und in "Heart Of Steel" sagst: "Folge deinem Herzen, sag, was du fühlst." Dann muß man doch logischerweise glauben, daß alles, was du sagst, auch wirklich deine Meinungen und Ansichten sind.



Joey DeMaio: Aber-so ist es, das ist die Wahrheit. Das sind meine Meinungen und meine Ansichten. Aber ich sage doch niemandem, er solle jemanden vergewaltigen und umbringen!" Es geht nur darum, eine Geschichte zu erzählen, wie das ein Buch oder ein Film tut.



Interviewer: In "Violence And Bloodshed" geht es darum, nach Vietnam zurückzukehren und weiterzukäpfen.



Joey DeMaio: Es ist so. Es sind 2.500 bis 3.000 Soldaten nie aus Vietnam zurückgekehrt, und es gab nie eine Erkärung an deren Familien. Es gab viele, viele Einsätze von Jungs, die zurückgegangen sind, um ihre Brüder zu finden und retten, und die nicht hinnehmen wollten, daß Gott allein weiß, was geschehen ist. Weißt du, ihre Leichen sind nie gefunden worden. Stell dir mal vor, was deine Mutter empfinden würde, wenn du in einen Krieg gingest und nie wiederkämst: Ist er tot? Lebt er noch? Wurde er erschossen? Liegt er irgendwo in einer Klinik oder auf einem Feld? Das sind schreckliche Dinge, mit denen die Leute leben müssen. Und das sind wahre Geschichten.



Interviewer: Gewiß, aber was ist mit den vietnamesischen Soldaten, die nie aus dem Krieg zurückkehrten?



Joey DeMaio: Das ist deren Land. Sie können jederzeit nach ihren Soldaten suchen, ohne von der Regierung behelligt zu werden. Aber wir können nicht einfach da hinein gehen und sagen: "Hier, wir wollen, daß unsere Leute zurückkehren können." Es hat nie eine Antwort gegeben, keine Zusammenarbeit. Damit müssen die Amerikaner die ganze Zeit leben. Und es ist besser, darüber zu reden und sich damit zu beschäftigen, als davor wegzulaufen. Weißt du, das ist wie mit dem Rauchen: Wenn mein Vater damals herausgefunden hätte, daß ich rauchte, hätte er mich umgebracht. Dann hat er mich erwischt - und er sagte: "Schön, du kannst von jetzt an im Haus rauchen." Ich hörte damit auf, weil es keinen Spaß mehr machte. Was immer man- vor allem als Kind - nicht kriegen kann, das will man. Darum ist es immer besser, es auf den Tisch zu legen. Eines der großartigsten Dinge in Deutschland und in ganz Europa ist, daß es kein wirkliches Alkoholverbot für Jugendliche gibt. Man kann Bier trinken, selbst wenn man noch sehr jung ist. Aber hierzulande dürfen die Kids das nicht, und gerade deswegen flippen sie aus und trinken soviel sie nur kriegen können, und weil sie das nicht gewohnt sind unnd nicht damit umgehen können, da sie es nie gelernt haben, betrinken sie sich und verursachen Autounfälle.



Interviewer: Warum schreibst du keine Texte über sowas? Stattdessen heißt es in "Warlord" in einer Zeile: "In der Dritten Welt gibt es einen Haufen Probleme. Hört auf, ihnen Geld zu schicken, schickt ihnen eine Bombe."



Joey DeMaio: Weil wir in diesen Angelegenheiten wirklich eine Situation wie in Vietnam haben - und ich rede in dieser speziellen Zeile über Vietnam -, und schau dir doch mal an, wie lange dieser Krieg ging., das war doch wirklich eine lächerliche Sache.



Interviewer: Diese spezielle Zeile klingt absolut faschistisch.



Joey DeMaio: Oh, das ist nicht der Fall. Weißt du ich kümmere mich nicht um Politik; ich bin der Meinung, Musik ist unser Ding, und Poilitik sollte man den Politikern überlassen. Ich weiß überhaupt nichts über Politik.



Interviewer: Du solltest dich vielleicht ein wenig datüber informieren, denn Politik beherrscht unser Leben.



Joey DeMaio: Nun, das Problem ist, ich bin zu sehr Künstler und Musiker, dafür habe ich mich entschieden. Um sich mit Politik wirksam beschäftigen zu können, muß man auf diesem Gebiet viel Ahnung haben, und das ist bei mir nicht der Fall.



Interviewer: Ich will ja nicht sagen, Manowar sollen jetzt politische Texte machen, aber warum schreibst du zum Beispiel keine songs über Jugendalkoholismus, von dem du vorhin gesprochen hast, und über andere Sachen, die Jugendliche angehen, wo doch viele eurer Fans aus dieser Altersklasse kommen? Diese Themen sind doch mehr auf dem Boden der Realität als Lieder über Krieger und Helden in Walhalla. Ich muß dir ganz ehrlich sagen, hier bei uns in Deutschland lacht jeder über die Texte von Manowar.



Joey DeMaio: Echt??



Interviewer: Ja, jeder findet sie lächerlich.



Joey DeMaio: Das ist interessant zu hören, weil uns das noch keiner gesagt hat.



Interviewer: Jeder, und nicht etwa nur das "Kerrang!", jedes Magazin hier schreibt, daß Manowar zwar geniale Musiker sind, aber lachhafte Texte haben.



Joey DeMaio: Also - wir haben nicht den Eindruck, daß sie lächerlich sind.



Interviewer: Vielleicht denken die Amerikander ja anders darüber, aber in Europa haben die Leute andere Ansichten.



Joey DeMaio: Nun - nun, das ist schön, denn das erhält die Welt am Leben. Jeder sollte seine eigene Meinung haben. Manowar sind eine andersartige Band, wir empfinden andres als andere. Alles, was ich sagen kann, was unsere Gefühle bezüglich der Texte charakterisieren könnte, ist: Wir sehen uns selbst als Krieger und als Helden, die versuchen, für das einzustehen, was richtig ist. Und wir haben niemals irgendwem etwas angetan.



Interviewer: Was ist deiner Philosophie nach das richtige?



Joey DeMaio: Versuche, andere Leute so zu behandeln, wie du von ihnen behandelt werden möchtest. Das ist richtig. Versuche, das Beste für dine Familie und deine Freunde zu tun, und schütze sie vor Not.



Interviewer: Dem kann ich nur zustimmen.



Joey DeMaio: Weisst du, wir haben uns dazu entschlossen, über Dinge wie glorreiche Schlachten zu schreiben, über Helden und Wikinger, weil einen diese Sachen von den alltäglichen Problemen wegführen, die wir alle im Leben haben - familiäre Probleme, persönliche Probleme, Probleme am Arbeitsplatz und in der Schule - und ich bin der Meinung, Musik sollte einen davon wegführen. Wer möchte nach einem harten Tag , an dem er in den Nachrichten von Flugzeugabstürzen und Toten gehört hat, wer möchte da abends eine Platte auflegen und die gleichen Probleme nochmal hören?



Interviewer: Vielleicht erschaffen deine Texte ja auch Probleme?



Joey DeMaio: Bestimmt nicht: In den Texten löst der Held alle Probleme, und fast immer gibt es ein Happy-End, an dem der Held das Mädchen nimmt und mir ihr auf einem Pferd davonreitet.



Interviewer: Ist dieses Bild nicht etwas veraltet?



Joey DeMaio: Wir kümmern uns nicht darum, was veraltet ist und was nicht, genauso wenig wie unsere Fans auf der ganzen Welt. Und das sollte nicht falsch verstanden werden. Wir genießen bei den Frauen einen sehr guten Ruf. Und da wir über Texte reden, dann laß mich was zu "Kill With Power" sagen, wo das Publikum "Die! Die!" schreit: Damit meinen wir nur: Dreh deine Musik so laut auf, treib deine Boxen bis zur Grenze der Belastbarkeit, daß sie fast den Geist aufgeben. (Anm: In der Tat kann man "Kill With Power" auch übersetzen mit : "Erschlag sie mit Lautstärke".) Wir meinen damit nicht, einen Menschen zu töten, sondern höchstens so etwas wie : Gibs deiner Stereoanlage ordentlich. Wir wollen keine Gewalt erzeugen; in Wirklichkeit habe ich, ehrlich gesagt, noch bei keinem Manowar-Konzert viele Leute gesehen, die von der Bühne springen und herummoshen und sich verletzen.



Interviewer: Ich darf dich an euer Frankfurter Konzert 1984 erinnern, als eine Massenschlägerei losbrach und der Boden von Blut bedeckt war.



Joey DeMaio: Ich habe das nicht vergessen. Das hatte nichts mit der Band oder dem Konzert zu tun. diese Leute versuchten, den T-Shirt-Stand auseinanderzunehmen, und da mußte natürlich jemand einschreiten, und so eskalierte die ganze Sache. Aber das hat nichts mit den Texten, mit der Band und der Musik zu tun, das kann ich dir versichern.



Interviewer: Da Manowar so einen guten Ruf bei Frauen haben - wie denkst du über Aids?



Joey DeMaio: Es ist sehr bedauerlich, daß wir mit so was zu Rande kommen müssen. Es liegt auf der Hand, daß man da heutzutage sehr, sehr vorsichtig sein muß, und ich möchte es jedem nahelegen - ob jung oder alt -, Safer Sex zu praktizieren, das heißt, Kondome zu benutzen. Wir haben einen ganzen Berg davon in unserem Tourbus, wir haben einen Riesenkoffer nur mit Kondomen. Brauchst du welche, Bruder?



Interviewer: Angesichts einer festen Beziehung wohl kaum.



Joey DeMaio: Bring deine Freundin mit, wenn wir voraussichtlich Anfang April auf Deutschland-Tournee kommen, ich würde mich gerne mit euch zusammensetzen, ein Bier trinken und über all das reden und zeigen, daß wir keine Faschisten und keie Chauvinisten sind. Wir sind ganz normale Leute, die versuche, anständig zu sein und die Rolle des Helden zu spielen. Und es ist immer schwer, die Rolle Helden zu spielen.



Interviewer: Ich weiß nicht, ob dieses heldenhafte Männerbild so toll ist. Ich denke, man braucht als Mann mehr Kraft dazu zu weinen, als zu kämfen.



Joey DeMaio: Da hast du absolut recht. Man muß beides könne. Ich hoffe, dieses Gespräch ermöglicht es , tiefer in Manowar, in mich und meine Texte hineinzusehen, denn mir liegt ganz aufrichtig etwas an unseren Fans, mehr als an sonstwas auf der Welt. Ich lebe für die Heavy-Metal-Leute. Ich lebe nicht für Magazine, für Journalisten, für Disc-Jockeys, für Videos, für Plattenfirmen - ich lebe noch nicht mal für mich selbst, ich lebe nur für das Heavy-Metal-Publikum.



Interviewer: Du hast mal gesagt: "Ich liebe die Manowar-Fans, sie sind die besten Fans der Welt; ich würde für sie töten."



Joey DeMaio: Das stimmt.



Interviewer: Meinst du das so wörtlich?



Joey DeMaio: ich meine damit, wenn jemand mit Absicht versuchte, einem der Fans etwas anzutun, und er in einer bedrohlichen Lag wäre - was würdest du tun, wenn jemand deine Freundin umbringen wollte? Ich glaube nicht, daß du tatenlos zusehen würdest, wie jemand sie vergewaltigt oder umbringt. Und ich würde nicht tatenlos zusehen, wenn jemand einem Manowar-Fan ans Leder gehen wollte.



Interviewer: Gut, reden wir weiter, wenn ihr hier seid.



Joey DeMaio: Ich freue mich darauf, wieder nach Deutschland zu kommen und das Album live vorzustellen.



Interviewer: Wie lange werdet ihr diesmal spielen?



Joey DeMaio: Wir werden so lange spielen, wie das Publikum nicht aufhört zu schreien.



Interviewer: Vor zwei Jahren waren es nur 70 Minuten, und hierzulande erwartet man von einem Headliner mindestens 90 Minuten.



Joey DeMaio: Wir werden sehen. Wir werden auf jeden Fal eine energiereiche Show bieten, und ich glaube, es komm darauf an, wie gut eine Show ist, und nicht, wie lange sie dauert. Und wie gesagt, ich freue mich auf Deutschland, das Album läuft dort sehr gut - zum ersten Mal haben wir bei euch ein Album in den Charts -,und man spricht bereis von Manowar auf den Monsters of Rock