Videographie





Blow Your Speakers


Handlung

die Band
die Band

"Yo man.. What's on TV?" "Nothing..." "Put this on.." Mit diesem Dialog beginnt ein weiteres kultiges Manowar-Video, nämlich das zu Blow Your Speakers. Das Ganze startet als sich vier Jungs in ihrem Zimmer vor dem Fernseher langweilen und schliesslich die Platte zu dem Titelstück auflegen, was auch gleich den Plattenspieler zum explodieren bringt. Das hindert die Jungs aber nicht daran ordentlich zu dem Stück abzugehen mit dem klassichen Repertoire an Luftinstrumenten (also Luftmikro, -drums und natürlich der König der Luftinstrumente, die Luftgitarre). Auffallend ist hierbei zunächst dass die Metalheads allesamt Manowar-Shirts tragen die es so zumindest heute nicht mehr zu kaufen gibt.

Wie schon im ersten Video zu "Gloves Of Metal" wird das Geschehen immer wieder unterbrochen um die Band bei ihrer Performance des Songes zu zeigen. Man darf also wieder zusehen wie Joey und Ross ihre Werkzeuge malträtieren und Eric sich die Seele aus dem Leib brüllt. Im Vergleich zu "Gloves Of Metal" ist hierbei eine Leistungssteigerung zu verzeichnen. Das Ganze wirkt als Ganzes ausgereifter und professioneller. Scott Columbus nimmt schliesslich seine Drumsticks, zerbricht diese und bearbeitet die "Drums Of Doom" anschliessend mit der blossen Kraft seiner Fäuste.

In der nächsten Blende sieht man wie die vier Manowarfans ein Musikgeschäft stürmen und den verzweifelten Verkäufer zur Seite drängen um das Band zum Video einzulegen. Dort erscheint auch gleich Joey der passend zum Text "Blow your speakers" mit Fingerzeig in die Kamera lässt.

Das Solo von Ross leitet dann eine enorme Darbietung ihrer Künste ein. Wie auch schon bei "Gloves Of Metal" lässt sich der Boss auf die Finger schaunen. Die drei (Joey, Eric und Ross) marschieren in geschlossener Formation nach vorne und Eric heizt das Publikum an. In der nächsten Einstellung sieht man noch wie Ross und Joey ihre beiden Gitarren in einer kreuzähnlichen Form zusammenhalten, wie man es ja von so mancher Show kennt. Die drei kniehen nun am Boden und schlagen gemeinsam die Faust auf den Boden (sieht cooler aus, als es sich vielleicht anhört).

Ab jetzt sieht man auch öfters die Menge welche mit zum Sign erhobenen Händen zu dem Stück bangend abgeht. Ross wirft auch gleich in akrobatischer Meisterleistung seine Gitarre in die Luft, und Scott hämmert mal wieder mit den Fäusten auf die Drums ein. Man kommt noch in den Genuss Ross legendären Propeller-Stil zu beobachten, als auch schon die Band (diesmal alle vier) geschlossen an den Rand der Bühne marschiert und den Fans mit dem Sign-Zeichen ihre Anerkennung zeigt.


Interessantes

Performance
Performance

Auslöser für dieses Video war ein Auftritt der Band bei Z-Rock, welches eine bekannte Radiostation ist, die vierundzwanzig Stunden nur Heavy Metal spielt. Bei lediglich einem Auftritt in Ohio gelang es den Jungs 10.000 Platten an einem Tag zu verkaufen. Angespornt von diesem Erfolg drängte die Plattenfirma darauf ein neues Video unters Volk zu bringen. Die Band war natürlich begeistert legte aber von Anfang an fest dass dies ein Video werden sollte was in den Arsch tritt.

Für den Dreh des Video hätte John Milius gewonnen werden können, ein bekannter Regisseur, der schon bei "Conan der Barbar" Regie geführt hatte. Wer weiss welcher Kracher uns dann erwartet hätte, aber leider hatte die Plattenfirma Bedenken dass dies den Kostenrahmen sprengen würde und so wurde ein anderer ins Boot geholt.

Dawks Sohn
Dawk's Sohn

Während des Drehs kam es zu ersten Problemen mit der Plattenfirma. Eine Dame war für die Video-Abteilung zuständig, und konnte sich nicht mit dem Kleidungsstil der Band anfreunden bei dem Teile des Hinterns aus der Hose schauten. Joeys Antwort darauf war, wenn sie nicht auf seinen Arsch schauen möchte, könnte sie ihn ja auch küssen (kiss my ass!). Man kann sich vorstellen dass die Band nicht mehr lange bei diesem Label blieb.

Die Stelle an der Scott seine Sticks zerbricht und mit den Fäusten weitertrommelt ist eine Homage an seinen Helden John Bonham (Drummer von Led Zeppelin). Die Band war begeistert von den Lichteffekten weil es sie an die Beleuchtung der Enterprise, oder passender an die Beleuchtung eines klingonischen Kriegsschiffes erinnerte. Für die Szene im Musikgeschäft wurde das "Stellar Stereo" gewählt. Bei dem Verkäufer handelt es sich um einen ansässigen Schauspieler, den man später noch leicht angekohlt im Publikum wiederfindet.

Der blonde Junge der Erics Gesang immitiert ist übrigens der Sohn von John "Dawk" Stillwell. Für die Band war diese Video eine Möglichkeit den Leuten zu zeigen wie Manowar auf der Bühne agierte, da es ihnen zu dieser Zeit noch nicht möglich war alle Locations zu spielen die sie wollten. Für die Regie zeigte sich Niles Seagull verantwortlich der schon mehrere Musikvideos gedreht hatte, unter anderem auch "Fight for your right to party" von den Beastie Boys. Manowar stellten gleich klar dass er zwar durchaus ein guter Regisseur war, aber dieses Video kein Party-Video werden soll. Für die Fans im Video wurden keine Statisten engagiert, sondern es handelt sich um reale Fans der Band die sofort hellauf begeistert waren als die Band ankündigte ein Video zu drehen.


Weitere Bilder

Bandpose   Fans   Joey   Eric   Joey